Hey, heute möchte ich euch mein Projekt etwas genauer vorstellen.
Mein Projekt ist das Centro Comunitario de nuestra Señora del Luján. Und wie man vielleicht am Namen schon hört handelt es sich dabei um ein katholisch geleitetes Projekt.
Meine Chefin ist Hermana Marta. Eine Nonne des Ordens Fouclaud. Viele derMitglieder leben ein ganz normales Leben unter anderen Menschen. Meist in armen Vierteln oder bei ausgegrenzten Menschen. Sie tragen meist keine Kluft, da sie nicht auffallen wollen sondern näher bei den Menschen sein wollen. Auf Augenhöhe und mit Vertrauen. Sie unterstützen die Hilfsbedürftigen. Und genau dass macht auch Hermana Marta. Sie ist inzwischen 86 Jahre alt und leitet das ganze Projekt. ständig hat sie irgendwelche Besprechungen, Leute kommen vorbei und wollen nur mit ihr reden und sie nimmt sich so gut sie kann für jede Person zeit. Und wenn mal nicht genügend Mitarbeiter da sind ist sie die erste die mit anpackt. Trotz ihrer 86 Jahre ist sie sich nicht zu Schade 10 Kilo Reis zu oder Tische zu schleppen. Sie ist voller Liebe und zeigt das auch allen. Sei es der Katze, dem zwei jährigen Kind oder den etwas schwierigen 12 Jährigen. Sie versucht ständig das Projekt zu optimieren und zu verbessern und dabei auf alle Wünsche einzugehen.
Der Hauptbestandteil des Projekts sind heute die Kinder und Jugendlichen. Vormittags die Kleineren (6-10 Jahre) und nachmittags die Größeren (10-14 Jahre). Es werden Workshops wie Sport, Keramik und Nachhilfe organisiert und die Kinder bekommen Frühstück und Mittagessen. Ansonsten gibt es für den Sommer Pools und einen Hinterhof wo einfach frei gespielt werden kann. Früher gab es auch einen Kindergarten, der aber leider aufgrund von Geldmangel geschlossen werden musste. Man merkt aber an den Erzählungen der Hermana, dass er ihr viel bedeutet hat uns sie die kleinen Kinder vermisst.
Es gibt es noch zwei Müttergruppen, die eine ist eine etwas kleinere (und neue) Gruppe für junge Mütter, die ihre Schulausbildung aufgrund der Schwangerschaft nicht beenden konnten. Dort sorgen die Leiterinnen dafür, dass der Schulabschluss trotzdem noch gelingen kann. Die andere große Gruppe ist eine allgemeinere Gruppe wo sich ausgetauscht und informiert wird und gegenseitig unterstützt wird.
Außerdem gibt es einen Workshop für Menschen mit Behinderungen und eine Erwachsene-Schule, ein kleiner Kurs bei dem Erwachsene lesen und schreiben lernen können. Einmal die Woche kommen auch zwei Anwälte zu uns ins Projekt und machen eine offene Sprechstunde. Die Bewohner des Viertels können sich dort kostenlos zu rechtlichen Fragen beraten lassen.
Jeden Mittwoch gibt es eine kleine „Feria“, einen kleinen Flohmarkt. Wo wir gespendete Klamotten für wenig Geld verkaufen. So verdient das Projekt etwas Geld und die Menschen können günstig Klamotten kaufen.
Alle zwei Wochen gibt es einen „Markt“. Wir breiten Stände mit Grundnahrungsmitteln vor und die Menschen können sich die Lebensmittel kostenlos abholen. Sie stehen teilweise stundenlang dafür an. Es gibt Milch, Käse, Eier, Brot, Huhn, Tomatenpüree, Nudeln, Reis, Obst, Gemüse und Mate-yerba.
Als Freiwillige sind wir vor allem mit den Kindern beschäftigt. Die ganzen Sonderkurse sind von externen professionellen Leuten geleitet, da sind wir meist nicht dabei. Wir helfen aber bei der Feria und dem Markt mit.
Es ist Mitte Dezember, in den meisten Straßen sieht man sofort Dekoration und Lichterketten sobald man sich umsieht – und es sind 25 °C mit üppig Sonne.
Einsatzstelle Ação Encontro – Weihnachtsstimmung bei 30°C
Einsatzstelle Ação Encontro – Vorbereiten von rund 200 Küchlein!
Und obwohl das Weihnachtsfest hier eher heiß ausfällt, gehören Dinge wie Schneemänner und Schneeflocken mit zum Festtagsimage. Ich fand das erstmal etwas merkwürdig, vor allem weil ich zumindest von meinen Kolleginnen mitbekommen hatte, dass diese Dissonanz schon bewusst war. Des Weiteren haben die Weihnachtsfilme, die wir mit den Kindern ansahen, überwiegend in den USA oder Europa gespielt.Ob diese Eindrücke die Folge einer globaleren Welt oder die spezifischen Einflüsse der Kolonialgeschichte Brasiliens sind, darüber bin ich mir unschlüssig -es freut sich trotzdem jeder über die besinnlichen Feiertage.
Einsatzstelle Ação Encontro – Weihnachtsbasteln
Man muss sich stets daran erinnern, dass obwohl wir oft von Brasilien hören, wir von einem Land ca. 24 mal der Größe und ca. 3 mal der Bevölkerung von Deutschland sprechen. Irgendein grobes, klischeehaltiges Bild Brasiliens ist weiter entfernt von der Realität als Spongebob Schwammkopf von echter Meeresbiologie. Viel eher ist die Quintessenz Brasiliens die Diversität in Traditionen, Küchen, Stilen und Geschichten. So ist beispielsweise die Gaúcho Kultur im Süden des Landes stark verbreitet. Ursprünglich aus den Steppen Argentiniens kam die Lebensweise der Rindviehhalter über die Grenzen bis in die Weiten Südbrasiliens. Bis heute ist in dieser Region die Rindviehhaltung ein großes Geschäft. Die Gaúchos Brasiliens haben eine eigene Tracht die sie auch von anderen südamerikanischen Cowboys klar unterscheidet. In Rio Grande do Sul sind Werte wie Solidarität und Courage immer noch Aushängeschild der traditionellen Gaúchos, die man dementsprechend auch in den Systemen der Sozialassistenz, Jugendräten u.ä. als Helfer, Schlüsselfiguren oder Organisatoren auffindet.
Einsatzstelle Ação Encontro – Gemeinsames Abendessen im vollen Gange
Doch zurück zur Weihnacht – Auch hier lieben Kinder es, Papa Noel (den Weihnachtsmann) zu treffen, der ihnen Geschenke bringt. Deshalb war der Höhepunkt der Weihnachtsfeier in Ação Encontro die Bescherung, nachdem ein Buffet mit typischen Gerichten -mein persönlicher Favorit war der „Arroz à Grega“, Reis mit Rosinen und verschiedenen gewürfeltem Gemüse- das rund 200 Gäste, Kinder, Familien und Freunde verpflegte. Mit einem kleinen Feuerwerk kam der Abend dann zu einem Schluss. Das ganze Team der Einrichtung hat jeweils einen Panettone geschenkt bekommen, nachdem abgebaut und aufgeräumt war. Dieser traditionell italienische Kuchen kam mit Migranten in den 1940ern nach Brasilien und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Brasilien produziert jährlich die meisten Panettone weltweit!
Insgesamt, so glaube ich zumindest, ist es wichtig für einen ersten Eindruck Brasiliens zu verstehen, wie sehr verschiedene Teile des Landes von verschiedenen Wellen an Immigration geformt sind. Jedoch ist Brasilien wohl ein Paradebeispiel für einen kulturellen Schmelztiegel, wenn auch nicht ohne Aspekte und Geschichtsabschnitte, die man kritisch betrachten muss. So danke ich ihnen, werte Lesende, für ihre Aufmerksamkeit.
Am 17.08.2022 begann meine große Reise auf die Philippinen. Nach einem 17 Stunden Flug bin ich abends, am 18.08.2022, wohlbehalten in Manila gelandet und wurde dort direkt von der Jugend (Youth) der Iglesia Filipina Independiente, auch YIFI genannt, empfangen.
Nach meiner Ankunft blieb ich erstmal einige Tage in Manila, bevor es in meine Einsatzstelle nach Burgos, Isabela ging. In Manila habe ich am 120. Jubiläum der Iglesia Filipina Independiente (IFI) teilgenommen, einen Tagalog Crash-Kurs besucht, an einer Historical Tour durch Manila teilgenommen, den Obispo Maximo (höchster kirchlicher Rang in der IFI) kennengelernt und etwas über die Geschichte der IFI und ihrer Programme gelernt.
Nach dem die 8 Tage auch schon vorbei waren, sind wir mit dem Bus 13 Stunden zu meiner Einsatzstelle nach Burgos, Isabela gefahren.
Mein Alltag/Meine Einsatzstelle:
Ich arbeite von Montag bis Donnerstag an der Saint Peter’s Academy, einer Junior High School, mit den Jahrgängen 7 – 10. Die Saint Peter’s Academy ist in Burgos anzufinden und hat etwa 68 Schüler*Innen. In jedem Jahrgang ist nur eine Klasse vertreten mit ca. 17 Schüler*Innen. Ich bin als Assistenzlehrerin an dieser Schule und mache Vertretungsunterricht, falls einer der Lehrer*Innen mal krank oder nicht da ist. Die Schule ist eine gemischte Schule aus Jungen und Mädchen, eine Schuluniform ist jedoch für jeden Pflicht.
In der restlichen Zeit nehme ich am Unterricht teil und schaue den Lehrern beim Unterrichten zu beobachte wie verschiedene Lehrer verschiedene Unterrichtsstyle bei verschiedenen Jahrgängen verwenden. Dazu gibt es insgesamt 6 Lehrer*Innen, welche neben Fächern die uns allen bekannt sind (Mathe, Englisch, Geschichte, Filipino, Wissenschaft, etc.) auch Mapeh unterrichten. Mapeh = Musik, Art (Kunst), PE (Sport), Health (Gesundheit). Dort wird zum Beispiel in einer Stunde über verschiedene Aspekte der Kunst und ihrer Geschichte gesprochen, in der nächsten wird darüber geredet, wie eine optimale Ernährung aussieht und in der Stunde danach wird Sport gemacht. Da der Schulhof nicht so aussieht, wie ein deutscher, sind dort teilweise die Möglichkeiten beschränkter. Eine der Sportstunden, bei denen ich bei Klasse 9 mitgemacht habe, bestand aus 3 Sportlichen Aktivitäten. Zum 1. Sprinten, dann Sackhüpfen und dann Bücher weitergeben.
Ebenso gibt es ein Fach hier, welches ich mit Hauswirtschaftslehre gleichsetzten würde, jedoch hatte ich nie Hauswirtschaftslehre in Deutschland und das beruht nur auf meiner Vorstellung. Die Schüler lernen Kochen und Nähen, ebenso wird ihnen beigebracht wie man sich ordentlich die Fingernägel schneidet und Computerwissenschaften, soweit man das ohne Computer unterrichten kann, denn diese ließen sich nach der Coronapandemie nicht mehr anschalten. Da auf den Philippinen von 2020 bis August 2022 nur Online Unterricht/ kein Unterricht stattgefunden hat.
Da ich nicht alleine zur Schule gehen darf, treffe ich mich jeden Morgen um 06:45 mit Shena und Mikaela aus Klasse 9 um gemeinsam zur Schule zu gehen. Der Unterricht startet um 07:30 Uhr, jedoch müssen wir schon um 07:00 in der Schule sein, oder eher die Schüler*Innen. Die ersten 30 Minuten räumen die Schüler*Innen den Schulhof auf, fegen Blätter zusammen und räumen Müll weg. Das wird gemacht, damit die Schüler „sich körperlich anstrengen“ und sich somit bewegen. Dann startet um 07:30 bis 08:30 die erste Stunde. Eine Unterrichtsstunde geht 60 Minuten.
In den Pausen wird die Schulkantine immer sehr stark besucht. Es werden hauptsächlich Snacks wie Chips, Kekse und Saft verkauft. Mittlerweile bin ich auch ein anerkanntes Mitglied der Crew. Die verkauften Snacks oder Snacks generell werden hier als „Meryenda“ bezeichnet. Von 11:45 bis 13:00 Uhr geht die Mittagspause los, in der die meisten Schüler*Innen wieder nach Hause gehen um dort zu Essen. Wir Lehrer essen parallel dazu in der Schule und kochen meistens selbst.
Nach der Mittagspause geht der Unterricht bis 16:15 Uhr weiter. Dann wird noch bis 17:00 Uhr der Schulhof erneut sauber gemacht und das Klassenzimmer aufgeräumt. Und das Schulgelände darf erst um 17 Uhr verlassen werden. Dann ist auch schon wieder Schulschluss und ich gehe zusammen mit den Schülern nach Hause. Wie es auch bei uns in Deutschland ist, kommen die Lehrer in die Klassenräume, jedoch gibt es keine Fachräume hier, so dass alle Fächer, auch Wissenschaft im normalen Klassenzimmer unterrichtet wird. In den Pausen und im Unterricht verbringe ich viel Zeit mit den Schülern und wir verstehen uns sehr gut! Es macht mir immer sehr viel Spaß die Zeit zusammen mit ihnen zu verbringen.
Freitags habe ich frei und somit Wochenende.
Wenn ich im Folgenden von wir spreche, meine ich die YIFI (Youth/Jugend der Iglesia Filipina Independiente).
Am Samstag ist um 16:00 Uhr in der Regel „Family Ministry“. Dann gehen wir zu einer Familie und halten einen kurzen Gottesdienst ca. 30/45 Minuten bei der Familie zu Hause ab. Es wird dabei immer über ein vorher festgelegtes Thema gesprochen. Zum Beispiel, wie Gott eine Hoffnung gibt, stärkt, wenn man durch verschiedene Phasen seines Lebens geht und generell erfährt man viel über die Lebensgeschichten, der Menschen und Familien bei denen man das Family Ministry abhält. Danach wird man häufig noch zum Essen bei der Familie eingeladen.
Samstags treffen wir uns in der Regel so gegen 14/15 Uhr an der Kirche und unterhalten uns, schauen fern, singen zusammen oder ruhen uns zusammen aus. Nachdem das Family Ministry vorbei ist, gehen wir wieder zurück zur Kirche und lassen den Abend gemeinsam ausklingen.
Meistens übernachten wir von Samstag auf Sonntag in der Kirche, natürlich nicht alle, aber diejenigen von uns, welche weiter weg wohnen oder Lust dazu haben. Denn am Sonntag geht es schon um 06:00 Uhr morgens los zum ersten Gottesdienst nach „Furao“ danach fahren wir zurück nach Burgos und haben hier unseren zweiten Gottesdienst. Nachdem der Gottesdienst vorbei ist fahren wir zu unserem dritten und letzten Gottesdienst nach „Quirino“. Meistens essen wir dort dann auch Mittag und fahren dann wieder nach Burgos zurück. Wenn wir wieder ankommen, heißt es erstmal Mittagsschlaf oder zumindest Mittagserholzeit an. Einige Fahren nach Hause, andere bleiben in der Kirche, so wie ich, und wir schauen etwas fern und schlafen dann ca. 1-2 Stunden. Danach unterhalten wir uns, planen den Abend, sind ab und an noch zu Geburtstagen eingeladen und verbringen einfach viel Zeit zusammen. Und lassen den Abend dann zusammen ausklingen.
Das Wetter:
Auf den Philippinen herrscht ein tropisches Klima. Die Temperaturen liegen im Schnitt zwischen 28-33 °C. Da jedoch meistens etwas Wind weht und wir viele Klimaanlagen haben und ich mich mittlerweile an die Temperaturen gewöhnt habe, macht mir das nicht mehr wirklich was aus. Mir ist mittlerweile sogar kalt, wenn wir unter 29 °C haben.
Ebenso gibt es eine Regenzeit und eine Trockenzeit. Zurzeit ist Regenzeit, was so viel bedeutet, wie, dass es einmal am Tag oder alle paar Tage einmal etwas doller/stark regnet. Jedoch habe ich in meiner Zeit hier bereits zwei Taifune miterlebt. Die Regenmassen, die dabei runterkommen, habe ich so vergleichbar noch nirgendwo erlebt. Und es fällt mir ein wenig schwer dies näher zu erläutern.
Das Essen:
Auf den Philippinen gibt es sehr vielfältiges und leckeres Essen. In Manila wird sehr viel Fleisch gegessen (fast jede Mahlzeit besteht aus fast nur Fleisch), während in Burgos oder besser generell Isabela viel Gemüse gegessen wird. Ebenso wird zu jeder Mahlzeit Reis gegessen und nach eigenen Aussagen, fühlen sich die Philippinos sogar schlecht oder nicht gut, wenn sie kein Reis zu den Mahlzeiten essen. Neben Reis mit Gemüse und Fleisch, einfach nur Reis und Gemüse und vielen anderen Konstellationen wird hier auch z.B. als Snack zwischendurch gebratener Hühnerkopf, Hühnerfuß oder Blut, gemischt mit Fleischresten und dann gekocht gegessen. Oder Kikiam und Kweck-Kweck. Tatsächlich habe ich bis jetzt noch nichts gegessen, bei dem ich sagen würde, dass ich das nicht mag. Das Essen hier ist echt wahnsinnig lecker.
Der Straßenverkehr:
Der Straßenverkehr in Manila ist sehr anders. Für mich wirkte es die ersten paar Male eher so, dass jeder fährt wie es ihm passt und keiner so richtig auf die anderen Achtet, jedoch habe ich über die Zeit langsam verstanden wie der Hase läuft. Es ist als würden alle Fahrer eine Einheit bilden, aber andererseits auch jederzeit mit allen möglichen Aktionen rechnen. Die Autos überholen rechts und links und es wird viel gehupt.
Neben normalen Autos und Motorrädern, sind auch sogenannte Jeepney und Trycicles sehr weit verbreitet. Jeepneys sind kleine Busse, welche Leute von A nach B bringen, mit unterschiedlichen Halten, an denen sie die Leute aufsammeln, wenn man aussteigen möchte, muss man das dem Fahrer laut zurufen. Eine Besonderheit ist ebenfalls das man hinten einsteigt, da dort die Tür ist. Nachdem man eingestiegen ist, heißt es allerdings Kopf einziehen. Zur Stoßzeit sind die meisten Jeepneys voll, dass man manchmal sogar ein oder zwei Leute sieht, die hinten draußen am Jeepney stehen und sich festhalten. Meine größte Herausforderung war jedoch immer auf die schnelle erkennen zu können, in welche Richtung oder welche Linie das Jeepney ist.
Ebenfalls sind Trycicles sehr weit verbreitet. Das sind Motorräder, welche einen Beiwagen haben und Leute oder Ware transportieren.
Als Fußgänger muss ich gestehen traue ich mich nicht alleine die größeren Straßen zu überqueren. Wenn man ohne Ampel die Straße überqueren will, muss man winken, wenn man auf der Straße ist, damit die Autos anhalten. Manche halten dann an, andere nicht, man kommt sich wie in einem Videospiel vor – meiner Meinung nach zumindest. Wenn ich alleine war, bin ich immer nur mit der Masse über die Straße gegangen, da mir alles andere zu unsicher war.
Der Verkehr in meiner Einsatzstelle in Burgos, ist noch einmal ganz anders. Da wir uns hier in einer Provinz auf dem Dorf befinden fahren alle ein wenig gesitteter, da man nicht alle 2 Sekunden mit einem anderen Auto rechnen muss. Das Motorrad ist hier das am meisten genutzte Verkehrsmittel, so gut wie jeder hat eins. Ebenso wird hier nicht wegen des Verkehrs gehupt, sondern um anderen Fahrern „Hallo“ zu sagen und ihnen mitzuteilen, dass diese auf sich aufpassen sollen.
Ebenso sind hier auch einige Trycicles zu finden. Da wir uns allerdings in einem Ladwirtschaftssektor befinden, gibt es hier viele Kuligligs, welche von den Farmern verwendet werden um die Ernte einzufahren und um von ihrem Zuhause zum Feld zu kommen.
Generell wird sich eigentlich auch nicht angeschnallt, wenn man nicht der Fahrer ist und Motorrad wird auf dem Land auch ohne Helm gefahren.
Kuliglig
Tricycle
Jeepney
(Diese Bildrechte liegen nicht bei mir)
Ich hoffe, dass ich Euch einen guten ersten Eindruck über mein Leben in Burgos geben konnte!