
Am Sonntag, 18. Januar 2026, feiern wir den Weltreligionstag, der uns an die verbindende Kraft von Religionen erinnert.
Unser Kollege Sönke Lorberg-Fehring, Referent für den christlich-islamischen Dialog, bietet interreligiöse Seelsorgekurse in der Nordkirche an. Zur Frage, wie es gelingen kann, zu schwierigen und kontroversen Fragen ins Gespräch zu kommen, lobt eine muslimische Teilnehmerin, dass es innerhalb der Seelsorge-Lerngruppe gelungen ist, Vertrauen aufzubauen: „Der Schlüssel zum gemeinsamen Verständnis war die Anerkennung, dass wir aus unterschiedlichen Perspektiven auf diese Fragen schauen und unterschiedliche Herangehensweisen pflegen. Diese gegenseitige Offenheit füreinander schafft Erleichterung und Zuversicht, ohne die es kein Vertrauen geben kann. Vertrauen aber ist die Voraussetzung, um auch über schwierige und kontroverse Fragen ins Gespräch zu kommen und – was vielleicht noch schwieriger ist – im Gespräch zu bleiben.“
Die interreligiösen Seelsorge-Kurse für Hauptamtliche der Nordkirche finden seit 2020 in Hamburg statt. Es nehmen an einem sechswöchigen Kurs i.d.R. acht Menschen teil – vier Pastor*innen und vier Menschen aus muslimischen Arbeitsbereichen, also Imame, Mitarbeiter*innen aus der Moschee-Jugendarbeit, aus Präventionsprojekten oder der allgemeinen Moscheearbeit. Die Zielgruppe sind Menschen, die hauptamtlich in kirchlichen Kontexten oder Moscheegemeinden arbeiten und eine theologische Grundausbildung haben. Grundsätzlich sind die Kurse offen für Menschen aus allen Religionen – im Moment arbeiten wir als Nordkirche mit der Schura – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. zusammen.
