
Im Advent schmücken wir die Wohnzimmer und die Häuser. Wir bereiten uns vor auf das, was kommt. Weihnachten feiern wir, dass Gott sich in einem kleinen Kind zeigt. Gott macht sich verletzlich und verbindet sich mit dem, was uns bewegt – persönlich vor Ort und in der Welt. Gott wendet sich jedem/jeder zu und schenkt uns Trost in dieser Welt, die leidet und sich so nach Heilung sehnt. In allem, was gerade in uns oder um uns dunkel ist, brauchen wir Licht und Wärme. Dafür stehen die Kerzen, die wir im Advent entzünden.
Im Fürbittengebet bringen wir alles, was uns bewegt, vor Gott zu Sprache:
Guter Gott. Es ist Advent. Hell leuchten die Kerzen auf dem Adventskranz.
Ein kleines Licht. Es erzählt von dir: von dem, was neu beginnt, mitten unter uns.
Wir singen: Mache dich auf, werde Licht.
Ein Licht für alle, in deren Leben etwas zerbrochen ist:
für die, die mit ihrer Familie zerstritten sind;
für die, die sich von ihrem Ehepartner entfremdet haben;
für die, die Türen unwiderruflich zugeschlagen haben.
Wir singen: Mache dich auf, werde Licht.
Ein Licht für alle, in deren Leben es dunkel ist:
Für alle, die traurig sind.
Für alle, die einsam sind;
Für alle, die keine Lebenskraft haben.
Wir singen: Mache dich auf, werde Licht.
Ein Licht für unsere Welt und jeden, der oder die in ihr Gutes tut:
Für jede, die die Not eines anderen sieht;
Für jeden, der die Armen nicht vergisst;
Für jede, die etwas von deinem Licht zu einem anderen trägt.
Wir singen: Mache dich auf, werde Licht.
(Fürbitten zum 1. Advent 2025 von Dr. Tilman Beyrich, Pastor im Dom zu Greifswald)
Anne Freudenberg-Klopp, Referentin für Theologie und Nachhaltigkeit