Trotz des Krieges: Rabbiner weiter aktiv für Menschenrechte

Regelmäßig organisieren die Rabbis for Human Rights interreligiöse Gebete und Treffen wie hier in Haifa/Israel.. Fotos: RHR

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen leisten die Rabbis for Human Rights humanitäre Hilfe für gefährdete palästinensische Gemeinden im Westjordanland. Mit mehr als 13.000 Euro haben Spenderinnen und Spender aus der Nordkirche die Organisation im Dezember unterstützt. Ein großartiges Ergebnis, für das wir in Namen der Rabbis herzlich danken!

In der israelischen NGO setzen sich 160 Rabbinerinnen und Rabbiner für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte in Palästina und Israel ein. Aus der Überzeugung heraus, dass Gerechtigkeit für alle fest in der jüdischen Tradition und in der rabbinischen Lehre verwurzelt ist, werden sie praktisch aktiv. Dabei unterstützen die Rabbis besonders Hirtengemeinschaften im Jordantal, die der Gewalt von Siedlern ausgesetzt sind und mit wirtschaftlicher Not zu kämpfen haben. Unter großen Schwierigkeiten transportieren sie Lebensmittelboxen zu besonders notleidenden palästinensischen Familien. Es wurden bereits mehr als 2.000 Kartons ausgeliefert. Jede Kiste wiegt etwa 20 kg und enthält Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis, Öl und Linsen.

Unter großen Schwierigkeiten transportieren die Rabbis for Human Rights Lebensmittelboxen zu besonders notleidenden palästinensischen Familien.

Gemeinsam mit palästinensischen Bauern haben die Rabbis for Human Rights im Januar 1.000 Olivenbäume im Westjordanland gepflanzt. Dabei gingen sie gezielt in Dörfer, die von Übergriffen israelischer Siedler betroffen waren. „Die Partnerschaften, die wir aufbauen, sind bedeutungsvoll und unsere Botschaft ist klar:“ so schreiben die Rabbis for Human Rights „Die Palästinenser verdienen Menschenrechte, ihr Land muss respektiert und ihr Leben geschützt werden. Im Kontext des Gaza-Krieges sind diese Werte wichtiger denn je.“

Jüdische und beduinische Mädchen in der Beduinenstadt Rahat/Israel packen Lebensmittelboxen für notleidende palästinensische Familien in der Westbank.

Innerhalb Israels organisieren die Rabbis interreligiöse Gebete und Treffen. „Dies sind sichere Orte für Juden und Palästinenser, in diesen tragischen und gewalttätigen Zeiten zusammenzukommen“, schreiben sie. Während des jüdischen Lichterfestes Chanukka veranstalteten die Rabbis for Human Rights vier interreligiöse Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Israel. Über 500 Menschen, Juden, Muslime, Christen, Bahai, nahmen an den Gebete für Frieden und ein Ende des Leidens teil.

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