Schulen und Bildung in Israel

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Die Schulpflicht besteht von 6 bis 16 Jahren, wobei es oft getrennte jüdische, arabische und religiöse Schultypen gibt, die einen einheitlichen staatlichen Rahmenlehrplan erfüllen müssen. 

Das Schuljahr läuft von September bis Juli an sechs Tagen pro Woche. Das israelische Schulsystem ist untergliedert in Primarstufe (1–6), Sekundarstufe I (7–9) und Sekundarstufe II (10–12) das Bagrut-Examen (Abitur) am Ende der 12. Klasse ist entscheidend für Militärdienst und Hochschulzugang. 

Aufbau und Gliederung

  • Primarstufe (Klasse 1-6): Grundschule.
  • Sekundarstufe I (Klasse 7-9): Junior High School.
  • Sekundarstufe II (Klasse 10-12): Senior High School. 

Schultypen

  • Staatlich-weltlich (Hebräisch): Führt den staatlichen Lehrplan auf Hebräisch aus.
  • Staatlich-religiös (Hebräisch): Betont Religion und jüdische Kultur stärker.
  • Arabische Schulen: Bieten den Lehrplan auf Arabisch an, mit Fokus auf arabische Kultur.
  • Ethnisch getrennte Schulen: Meistens getrennt nach jüdischen und arabischen Schülern, 
  • gemischte Schulen, wie Hand in Hand Schools gibt es wenig

So funktioniert das israelische Schulsystem

  • Die Grundschule geht bis zur 6. Klasse. Danach besuchen die Kinder eine Junior High School (Klasse 7–9) und schließlich die Senior High School (Klasse 10–12). Eine Unterteilung in unterschiedliche Schultypen – wie Gymnasium, Realschule oder Hauptschule – gibt es nicht.
  • Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Schulen:
    jüdische, arabische, drusische und orthodoxe Schulen haben jeweils eigene Schwerpunkte.
    Deshalb ist nicht für alle Kinder der Zugang zu den gleichen Chancen gegeben
  • Besonders arabische Schulen erhalten oft weniger finanzielle Mittel, was die Unterrichtsqualität beeinflussen kann. Dadurch erreichen weniger muslimische oder arabische Kinder das Bagrut-Abitur.

Israelische und arabische Kinder wachsen oft in getrennten Lebenswelten auf

Die Trennung entsteht meist dadurch, dass jüdische und arabische Familien in unterschiedlichen Stadtteilen oder Dörfern leben. So treffen sich die Kinder kaum im Alltag – und lernen früh in einer eigenen Schule.