Nordkirche bündelt Kräfte im Arbeitsfeld Ökumene

19.Tagung der II.Landessynode der Ev.-Luth Kirche in Norddeutschland
Dr. Christian Wollmann, zukünftiger Leiter des Ökumenewerks der Nordkirche

Die Synode hat eine neue Struktur für das Arbeitsfeld Ökumene in der Nordkirche beschlossen. Dafür soll ab 2024 ein neues Ökumenewerk gegründet werden. Es wird dann die internationalen Beziehungen zu Partnerkirchen und ökumenischen Einrichtungen weltweit, den interreligiösen Dialog und die Stipendien- und Freiwilligenprogramme beinhalten. Außerdem werden dort auch die Arbeitsfelder gebündelt, die sich mit den Themen Frieden, Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung in unserer Kirche beschäftigen: Dies sind zum Beispiel das Büro der Flüchtlingsbeauftragten, das Büro der Ökumenebeauftragten mit dem Referat für interkulturelle Kirchenentwicklung, und das Umwelt- und Klimaschutzbüro. Bislang sind diese Arbeitsfelder einerseits ein selbstständiges Werk, wie das derzeitige Zentrum für Mission und Ökumene, und auch unselbstständige Referate. Christian Wollmann, der künftige Leiter des Ökumenewerks und derzeitige Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene betonte, dass sich alle Beteiligten Synergien erhoffen und eine Stärkung der wichtigen Themen wie der Klimakrise, dem Umgang mit Migration oder weltweite Gerechtigkeit.

Der Beauftragte für den Christlich-Islamischen Dialog der Nordkirche, Sönke Lorberg-Fehring, berichtete auf der Synode zusammen mit Imam Mounib Doukali von der Hamburger El-Iman-Moschee von einem spannenden Begegnungsprojekt. Zwölf Jugendliche einer muslimischen und einer christlichen Gemeinde haben sich im September 2022 an zwei Wochenenden in Hamburg und Lübeck getroffen, um zu erleben, dass sie viel mehr verbindet als trennt.

Muslimische und christliche Jugendliche berichten von ihrem Begegnungsprojekt.

„Natürlich treffen sich die Jugendlichen jeden Tag in der Schule und verbringen ihren Alltag zusammen. Aber wenn es um Religion geht, dann trennen sich auf einmal ihre Wege: Die einen gehen in die Moschee, die anderen in die Kirche“, erzählt Imam Doukali, der die Begegnungen zusammen mit Sönke Lorberg-Fehring organisiert hat. Gemeinsam mit der Kunstpädagogin Marion Koch von der Hamburger Kunsthalle haben sich die Jugendlichen nach Besuchen in der Kunsthalle und dem Lübecker St. Annen-Museum gegenseitig ihre religiösen Orte gezeigt. Imam Doukali betont, dass für ihn Glaube niemals eine Einbahnstraße ist. Es gehe darum, sich gegenseitig kennenzulernen und zu bereichern.

Den Nachbericht über alle Themen der Landessynode finden Sie hier zum Download..