„Hier ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Lifestyle, sondern eine Perspektive für die Zukunft“

Breklum – 7. Juli 2025 (ce/kt) – Mit dem Kopf und mit dem Herz: Nur so kann ein nachhaltiger Lebensstil gelingen. Und mit dem Kopf und mit dem Herzen waren rund 70 junge Menschen zum Nachhaltigkeitsfestival „Moin Tokunft“ ins nordfriesische Breklum gekommen. Drei Tage lang gab es Input, Workshops, Musik und Gespräche.
„Egal, wo wir herkommen: Der Klimawandel betrifft uns alle. Die Jugendlichen wissen das und der Zusammenhalt unter ihnen hat mich sehr beeindruckt“, sagt Delphine Takwi rückblickend. Sie arbeitet im Frauenwerk der Nordkirche und hatte einen Workshop zu den Auswirkungen der Klimakrise in Kamerun angeboten.

Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen 
Hannah Ladouceur 
Sofia Huber, Süd-Nord-Freiwillige, momentan in Grimmen im Einsatz. 
Mitglieder des Vorbereitungsteams Moin Tokunft 2025.
Ihre Tochter Delphlise ist dieses Jahr im Vorbereitungsteam: „Hier ist Nachhaltigkeit einfach mehr als ein Lifestyle“, erzählt sie. Musik und Poetry hätten die Emotionen berührt, Gespräche und Themen in den Workshops neue Perspektiven eröffnet: „Uns jungen Menschen stehen so viele Türen offen für unsere Zukunft. Aber die muss nachhaltiger, bunter und vielfältiger werden.“
„Es ist einfach erschreckend, was Klimakrise und Umweltverschmutzung in Kamerun anrichten. Viele Jugendliche sind auch dort so engagiert und kämpfen gegen die Folgen“, erzählt Delphine Takwi weiter. Doch klar ist: Die Verursachenden sind wir Menschen in den Industrienationen. Wir wissen, dass wir weniger Energie verbrauchen, weniger Fleisch essen oder weniger kaufen müssen. Anders ist der Klimawandel, der die Menschen weltweit bedroht, nicht zu stoppen.

Der Kopf weiß das, doch im Alltag fällt es dennoch oft schwer, das eigene Verhalten zu verändern. „Ich habe hier den Gemeinschaftsgarten Vollstedt kennengelernt: Die Kirchengemeinde stellt hier eine Fläche zur Verfügung, auf der jeder beim Gärtnern mithelfen und ernten kann. Eine richtig gute Idee“, findet Mirco Pludrzinski von der Ökumenischen Arbeitsstelle im Kirchenkreis Dithmarschen.
Teil einer gemeinsamen Bewegung sein, auch das motiviert. Musik, gemeinsam singen, gemeinsam dichten oder auch mal Yoga machen, sorgen für wichtiges Gemeinschaftsgefühl: „Kreatives Schreiben und Yoga: Das waren hier wirklich auch Highlights für mich“, findet Katharina. „Auf der Poesiebühne wurde deutlich, wie stark Worte sein können – und dass Worte Denken verändern können“, erzählt Charlotte Spingler, Referentin für Ökumenische Jugendspiritualität in Breklum. Auch sie war im Vorbereitungsteam. Ihr war wichtig, dass Musik und Poesie hier auch einen Raum haben. Denn: „Mir ist wieder bewusst geworden, wie stark Musik auch Gemeinschaft schaffen und uns im Kleinen zusammenbringen kann.“



