Nach dem 7. Oktober 2023 – was ist passiert, und was bedeutet das für Jugendliche?

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Am 7. Oktober 2023 kam es zu einem schweren Angriff aus dem Gazastreifen auf Israel. Der Angriff wurde maßgeblich von der Hamas verübt. Viele Menschen wurden getötet oder verletzt, andere als Geiseln verschleppt. Für Israel war dieser Tag ein tiefer Schock. Kurz darauf begann ein Krieg im Gazastreifen, in dem auf palästinensischer Seite sehr viele Männer, Frauen und Kinder starben. Die Lage im Gazastreifen ist bis heute extrem schwierig. Seitdem leben sehr viele Menschen mit Angst, Trauer und Unsicherheit – auf allen Seiten.

Der Nova-Festivalplatz in Israel ist zu einer berührenden Gedenkstätte geworden. Foto: Tobias Pfeifer

Was kam danach?

  • der Alltag wurde unsicherer
  • Angst und Misstrauen nahmen zu
  • Gespräche wurden schneller hart
  • Menschen zogen sich zurück oder wurden wütend
  • Auch Jugendliche sind davon betroffen – selbst dann, wenn sie nicht direkt vom Krieg betroffen sind.

Wie erleben jüdische Jugendliche die Situation?

Viele jüdische Jugendliche berichten:

  • Angst vor neuen Angriffen
  • Sorgen um Familie, Freund:innen oder Geschwister
  • ein starkes Gefühl von Bedrohung
  • Stress, Schlafprobleme und innere Unruhe
  • Die Frage „Bin ich hier sicher?“ begleitet viele durch den Alltag.

Wie erleben arabische Jugendliche die Situation?

Viele arabische Jugendliche in Israel berichten:

  • dass sie sich isoliert fühlen
  • vorsichtiger sprechen, um nicht falsch verstanden zu werden
  • Angst haben, zwischen allen Seiten zu stehen
  • erleben Misstrauen – obwohl sie selbst Angst vor Gewalt haben
  • Auch sie wünschen sich Sicherheit und ein Leben ohne Angst.

Was macht das mit Schule und Alltag? In den Hand in Hand Schools wird darüber gesprochen.

Dort gilt:

  • niemand muss seine Identität verstecken
  • Gefühle dürfen benannt werden
  • schwierige Themen werden nicht ausgeklammert
  • Gewaltfreiheit ist ein klares Prinzip (Do no harm)

Für viele Jugendliche sind diese Schulen ein sicherer Ort, an dem sie lernen, Mensch zu bleiben – auch wenn draußen alles unsicher ist.