Holocaust-Gedenktag: „Erinnern ist Aufgabe der Gegenwart“

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt in der Gedenkstätte Yad Vashem während einer Israel-Reise im Januar 2026. Foto: Tobias Pfeifer

Der Beauftragte für den Christlich-Jüdischen Dialog und Referent im Ökumenewerk der Nordkirche, Pastor Tobias Pfeifer, betonte zum Holocaust-Gedenktag, die Verantwortung der Kirche, jüdisches Leben zu schützen und zu stärken.

Hamburg, 27. Januar 2026 (ce) – Am 27. Januar wird weltweit an den Jahrestag der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert. Der Holocaust-Gedenktag steht in diesem Jahr unter dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Leitmotiv „Holocaust Remembrance for Dignity and Human Rights“ – „Holocaust-Erinnerung für Würde und Menschenrechte“.

Pastor Tobias Pfeifer, Beauftragter für den Christlich-Jüdischen Dialog und Referent im Ökumenewerk der Nordkirche, pflegt die Kontakte zu jüdischen Gemeinden und Einrichtungen in Norddeutschland. Er kennt die Ängste und Anfeindungen, die viele Jüdinnen und Juden gerade heute verstärkt erleben.

Er betont die bleibende Verantwortung der Kirche, jüdisches Leben in Deutschland zu schützen und zu stärken: „Es kann nicht darum gehen, Leid gegeneinander aufzurechnen. Als Kirche distanzieren wir uns eindeutig von Hass, Gewalt und Ausgrenzung jedweder Art – aus dem Glauben an die Gottesebenbildlichkeit aller Menschen. Das gilt in besonderer Weise für den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland.“

Der Holocaust-Gedenktag erinnere daran, dass Erinnerung keine Angelegenheit der Vergangenheit sei, sondern eine Aufgabe der Gegenwart. „Das ist immer auch eine Bildungs- und Begegnungsaufgabe“, so Pfeifer.

Statement unserer Bischöfinnen und unseres Bischofs zum Holocaust-Gedenktag finden Sie hier.