
Die Jahreslosung „Gott spricht: Ich mache alles neu“ steht in der Offenbarung 21,5 – dem apokalyptischen Buch am Ende der Bibel. Vermutlich sind die Wünsche, was in diesem Jahr alles neu und anders werden soll bei jedem Menschen individuell anders zusammengesetzt – gemeinsam ist uns sicher allen, dass wir nicht das Ende der Welt abwarten wollen, wie es in der Apokalypse beschrieben ist, bevor Neuanfang und Hoffnung auf Besserung aufscheinen dürfen.
Mahatma Gandhi erkämpfte mit gewaltlosem politischen Kampf das Ende der Kolonialherrschaft in Indien. Insgesamt verbrachte er acht Jahre in Gefängnissen in Südafrika und in Indien. Gandhi ist bis heute eine Lichtgestalt, die in schwierigen Zeiten erreicht hat, was kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die aktuellen Krisen und Probleme der Welt sind erschreckend und erscheinen überwältigend groß – wenn wir einen Blick zurückwerfen in die Zeit vor 100 Jahren, stellen wir fest, dass es auch damals ungeheure globale Herausforderungen gab.
Gandhi war das große Vorbild des wichtigsten chinesischen Kirchenführers nach Gründung der Volksrepublik, Wu Yaozong. Wu übersetzte viele Schriften, darunter die Autobiographie von Gandhi „Meine Experimente mit der Wahrheit“ ins Chinesische und führte die Ideen Ghandis in China ein. Die Nähe zwischen der Botschaft des Kindes in der Krippe und dem Prinzip der Gewaltlosigkeit leuchten unmittelbar ein. Sie haben dazu beigetragen, dass das sozialistische China in den 1950er Jahren dem Christentum ein Existenzrecht eingeräumt hat.
Mahatma Gandhi behauptete „Zuversicht ist nichts Greifbares, es ist ein Zustand, in den man hineinwachsen muss“.
Lassen Sie uns in diesem Sinne zuversichtlich sein, dass Gott alles neu macht!
Isabel Friemann, Ostasienreferentin
