„Für uns ist das normal.“ – Ein bewegender Besuch in Jerusalem

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt während ihres Besuchs in Israel mit Haim Mayer, einem ehemaligen Lehrer der Jerusalemer Hand in Hand School. Fotos: Tobias Pfeifer

„Für uns ist das normal. Aber wenn wir mit Freunden sprechen, die andere Schulen besuchen, merken wir erst, wie unnormal das in diesem Land ist.“
Mit diesen Worten beschrieb eine Schülerin der Hand in Hand School in Jerusalem den Schulalltag – im Gespräch mit Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt Anfang Januar.

Kristina Kühnbaum-Schmidt im Gespräch mit einer Schülerin der Hand-in-Hand School in Jerusalem.

Was für die Jugendlichen selbstverständlich geworden ist, ist in Israel alles andere als normal: jüdische sowie muslimische und christliche arabische Kinder lernen hier gemeinsam, zweisprachig, mit zwei Lehrkräften, bewusst als Brücke zwischen den Kulturen.

Die Landesbischöfin zeigte sich tief beeindruckt von den offenen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern. Gerade in einer Zeit, in der Angst, Misstrauen und Polarisierung das gesellschaftliche Klima prägen, sind diese Schulen Orte, an denen junge Menschen lernen, Konflikte auszuhalten – ohne sich im Hass festzusetzen.Der Besuch unterstreicht, warum die Konfiaktion 2026 zu den Hand in Hand Schools führt: Bildung als Friedensarbeit – mitten im Alltag Jugendlicher.