
Aussendung der Freiwilligen in Einsatzorte in Partnerkirchen der Nordkirche
Hamburg – 20. Juli 2025 (ce) – Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen sind am Samstag, den 19. Juli, 25 junge Erwachsene zu Projekten in Partnerorganisationen des Ökumenewerks der Nordkirche entsandt worden. Die Freiwilligen werden jetzt für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr in diakonischen Einrichtungen, Bildungs- und Umweltprojekten tätig sein. Die Einsatzorte liegen in Argentinien, Uruguay, Brasilien, Tansania, Südafrika, Paraguay, Indien, Kenia und Litauen. Besonders stimmungsvoll wurde der Gottesdienst gerahmt durch die Installation Gaia des britischen Künstlers Luke Jerram, eine großer sieben Meter große Erdkugel, die erhaben über den Freiwilligen, ihren Familien und Freund*innen schwebte.
Das Referat für Stipendien- und Freiwilligenprogramme im Ökumenewerk der Nordkirche koordiniert seit vielen Jahren die Programme und Einsatzorte. Erstmals dabei ist in diesem Jahr mit einem Kriseninterventionszentrum für Kinder und Frauen in Litauen eine Stelle in Europa. Die Seemannsmission im brasilianischen Santos nimmt ebenfalls erstmals in diesem Jahr einen Freiwilligen auf. „Das freut uns vor allem deshalb, weil wir mit dem Duckdalben und Kiel bereits zwei Seemannsmission im Süd-Nord Programm zu unseren Einsatzstellen hier bei uns zählen können“, sagt Dominik Schwinger aus dem Referat.
Weitere Einsatzorte sind zum Beispiel die „Callescula“, eine Einrichtung der Evangelischen Kirche am Rio de la Plata für benachteiligte Jugendliche in Paraguay, sowie das Tageszentrum New World Foundation in Kapstadt/Südafrika, in dem Kinder und Jugendliche aus dem angrenzenden Township pädagogisch betreut werden. „Gerade in der heutigen Zeit voller globaler Herausforderungen, bietet der Freiwilligendienst des Ökumenewerks eine Möglichkeit sich selbst auf den Weg zu machen und sich für Toleranz, Verständnis und ein friedliches Miteinander einzusetzen“, erläutert Dominik Schwinger weiter.
Auf insgesamt drei Seminaren wurden die Freiwilligen vom Ökumenewerk auf die Herausforderungen eines Freiwilligendienstes im Ausland vorbereitet. Neben administrativen und interkulturellen Themen steht dabei auch immer wieder die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Privilegien im Fokus. „Ein Freiwilligendienst ist mehr als ein Ortswechsel – es ist eine Herausforderung, die uns zwingt, Gewohntes zu hinterfragen, Neues zu verstehen und über uns selbst hinauszuwachsen“, sagt Nadja Gehm, Bereichsleitung des Referats für Stipendien- und Freiwilligenprogramme.
Bereits im Herbst beginnen die Auswahlprozesse für den Jahrgang 2026/27. Im September lädt das Referat für Stipendien- und Freiwilligenprogramme zu einem ersten Infotag ein.
