Mittlerweile bin ich seit sechs Monaten in Uruguay und habe schon einige Parks, Museen, Bars und Strände in Montevideo erkundet. Doch neben der Hauptstadt möchte ich auch andere Orte des Landes entdecken und habe bereits einige Ausflüge unternommen. Genau darum soll es in diesem Beitrag gehen.






IN MONTEVIDEO

Kurztrip nach Punta del Este

Im November haben meine beiden Mitfreiwilligen und ich ein Wochenende in Punta del Este verbracht – unser erster Kurztrip, yay! Die Stadt liegt etwa zwei Stunden mit dem Bus von Montevideo entfernt und ist bekannt für ihre schönen Strände sowie die berühmte Skulptur „La Mano de Punta del Este“, eine riesige Hand, die aus dem Sand ragt.

Unsere Unterkunft war ein Mehrbettzimmer in einem Hostel, das wir uns mit anderen Reisenden teilten. Gemischte Zimmer sind super praktisch, weil man schnell neue Leute kennenlernt und sich über Reiseerfahrungen austauschen kann.


immer eincremen !

Wir genossen den Strand – ich habe mich direkt ordentlich verbrannt –, erkundeten die Stadt, die Skulptur am Strand, eine hübsche Kirche, einen Leuchtturm und sogar einige Seelöwen. Es war ein schönes Wochenende, um ein wenig abzuschalten vom Alltag.



Camp mit der Kirche

Mitte Januar wurden wir für ein Wochenende zu einem Camp in Araminda eingeladen. Am Freitagabend machten wir uns auf den Weg – ganz unkompliziert mit dem Linienbus. Nach knapp zwei Stunden Fahrt wurden wir an der Bushaltestelle abgeholt. Es war schon spät, also bekamen wir nur eine kurze Führung über das Gelände, bevor wir direkt ins Bett gegangen sind. Schon da waren wir beeindruckt von der Größe des Grundstücks: Es gab mehrere Hütten für Gäste, einen Garten mit selbst angebautem Gemüse, einen großen Wald, einen Fußballplatz und noch viel freie Wiese mehr.
Der Tagesablauf im Camp war total entspannt. Wer wollte, konnte an den Aktivitäten teilnehmen – wer lieber eine Pause brauchte, konnte einfach entspannen. Morgens bereiteten wir gemeinsam das Frühstück zu und aßen in einer Runde von etwa 15 Menschen. Danach ging es zum Strand: baden, sonnen, Ball spielen. Zwischendurch haben wir wieder gemeinsam gegessen, und abends saßen wir am Lagerfeuer und sangen Lieder.



Am Sonntagnachmittag machten wir uns schon wieder auf den Heimweg, also ein sehr kurzes, aber schönes Wochenende, weil es sich so familiär angefühlt hat. Wir werden auf jeden Fall nochmal hinfahren, um auf einem nahegelegenen Berg wandern zu gehen und weil uns angeboten wurde, auf Pferden zu reiten, die regelmäßig bewegt werden müssen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen!
Camp mit dem Kinderheim
Die Kinder aus meinem Projekt haben im Januar und Februar Sommerferien und fahren in dieser Zeit auf verschiedene Camps. Ende Januar begleiteten meine Mitfreiwilligen und ich sie für einige Tage nach Bello Horizonte. Der Ort liegt nur eine Stunde von Montevideo entfernt und hat einen schönen Strand in der Nähe. Die Unterkunft bestand aus mehreren Containerhäusern mit Betten, einer Küche und einem kleinen Hof zum Fußballspielen – alles so, dass nichts kaputt gemacht werden kann.



Da wir als Freiwillige mit dem Hogar unterwegs waren, haben wir nicht viel vom Ort selbst gesehen. Unsere Aufgaben bestanden darin, die Kinder beim Strand zu beaufsichtigen, mit ihnen zu spielen oder beim Kochen und Aufräumen zu helfen. Es war zwar anstrengender als ein typischer Arbeitstag, aber als Ausgleich bekamen wir ein langes Wochenende geschenkt – das wir direkt für den nächsten Ausflug nutzten.
Kurztrip nach Rocha
Das verlängerte Wochenende haben wir genutzt, um nach Punta del Diablo in Rocha zu reisen. Dort buchten wir uns ein schönes Hostel mit Pool und Blick aufs Wasser. Schon bei unserer Ankunft fiel uns auf, dass hier viele junge Leute unterwegs waren – kein Wunder, denn uns wurde schon vorher erzählt, dass Punta del Diablo besonders Backpacker und Surfer anzieht und eine entspannte Hippie-Atmosphäre hat. Wir fühlten uns also direkt wohl.



Abends liefen wir mit anderen Gästen über den Markt im Zentrum und verbrachten danach noch Zeit im Hostel, um uns auszutauschen. Verrückt, dass wir uns wirklich auf Spanisch unterhalten können.
Außerdem konnten wir einen Punkt auf unserer Bucket List abhaken: Surfen gehen! Rocha ist bekannt für seine wunderschönen Strände mit perfekten Wellen. Für mich als Anfängerin war die erste Stunde eine echte Herausforderung, aber es hat dann doch irgendwie geklappt und Spaß gemacht.



Neben dem Surfen verbrachten wir viel Zeit damit, uns zu entspannen und mit den Menschen aus dem Hostel zu reden. Viele Urlauber dort lebten ebenfalls in Montevideo, sodass wir uns seitdem schon wieder sehen konnten. Also ein erfolgreiches Wochenende und definitiv eine Ortsempfehlung, falls man mal in Uruguay sein sollte.
