Mein Frewilligendienst in Brasilien soweit

Bom dia, Boa Tarde oder vielleicht auch schon Boa Noite?🇧🇷

Hi, Hello Ich bin Yosii Und lebe seit einigen Monaten fĂĽr meinen Freiwilligendienst in SĂŁo Paulo, Brasilien. Meine Einsatzstelle ist aktuell ein Kindergarten.

SĂŁo Paulo. Eine Stadt, die laut ist, schnell, riesig und vorallem  voller Leben. Ich lebe inzwischen hier, mitten in dieser Metropole, und manchmal kann ich selbst kaum glauben, wie schnell das hier alles mein Alltag geworden ist.

Eigentlich bin ich auch mit der Vorstellung nach Brasilien gekommen, mal raus aus meiner gewohnten Großstadt zu sein. Und jetzt? Lebe ich in einer der größten Städte der Welt. Aber São Paulo ist nicht mit deutschen Großstädten zu vergleichen. Hier sind die Entfernungen andere, die Zeit fühlt sich anders an. Strecken, die auf der Karte kurz aussehen, dauern plötzlich Stunden. Innerhalb Brasiliens fliegt man mehrere Stunden von einer Stadt zur nächsten, obwohl alles irgendwie nah beieinander liegt. Das hat mein Gefühl für Raum und Alltag komplett verändert.

Was mich selbst am meisten ĂĽberrascht hat: wie schnell ich hier wirklich angekommen bin. Auch sprachlich. Portugiesisch war am Anfang natĂĽrlich eine Herausforderung  aber inzwischen komme ich unfassbar gut mit den Brasilianer*innen ins Gespräch. Im Alltag, in der Einsatzstelle, im Bus oder im CafĂ©. Sprache ist hier wirklich der SchlĂĽssel zu allem, und je mehr ich spreche, desto mehr öffnet sich diese Stadt fĂĽr mich. 

Meine Einsatzstelle war bisher ein Kindergarten, und dieser Ort hat meinen Freiwilligendienst stark geprägt. Die Kinder sind so offen, liebevoll und ehrlich, dass man gar nicht anders kann, als jeden Tag mit einem Lächeln dort anzukommen. Ich konnte mich dort richtig etablieren, Verantwortung ĂĽbernehmen und Teil ihres Alltags werden. Bald werde ich in ein neues Projekt wechseln, darauf bin ich sehr gespannt, vor allem was fĂĽr Lehren ich da mitnehmen kann. 

Ein Thema, das sich hier ebenfalls verändert hat, ist der Sport. In Deutschland war Volleyball ein fester Bestandteil meines Lebens. Regelmäßiges Training, Verein, Halle  all das gehörte dazu. In meinem neuen temporären zuhause ist das leider schwieriger als gedacht. Die Größe der Stadt, lange Wege und höhere Kosten machen es nicht leicht, einen passenden Hallenvolleyball-Verein zu finden. So hat meine Hallenvolleyball-Karriere hier vorerst ihr Ende gefunden:(( . DafĂĽr habe ich gewechselt vom Hallenboden an den Strand. Beachvolleyball statt Halle. Auch das ist Freiwilligendienst : Umwege, neue Lösungen, neue Perspektiven.

Was ich hier lerne, geht weit ĂĽber nur meine Einsatzstelle hinaus. Flexibel zu sein. Pläne loszulassen. Sich auf Neues einzulassen  auch wenn es ganz anders kommt als gedacht. SĂŁo Paulo fordert mich jeden Tag, aber genau das macht diese Erfahrung so intensiv und besonders.

Obrigada fĂĽrs Lesen – und bis zum nächsten Update aus Brasilien eure Yosi!  ✨

kurze freie Beschäftigung vor dem Mittagessen.
Unerwarteter Besuch von Papai Noel 🙂

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