Dinge, die mir auf jeden Fall zu Beginn schwer gefallen, sind insgesamt die Schwierigkeiten des Lebens in Kiribati.
Am Anfang ist es einfach schwierig sich daran zu gewöhnen, es wird mit der Zeit aber immer leichter.
Dazu zählen Dinge wie die fast täglichen Stromausfälle, dass man häufig, obwohl es Strom gibt, kein fließendes Wasser hat, die sehr geringe Vielfalt an Lebensmitteln beziehungsweise generell an Konsumgütern und so weiter. Es fühlt sich auch sehr merkwürdig an auf so einem kleinen Stück Land zu leben, und so gut wie nie irgendetwas neues zu entdecken.
Das ist natürlich immer noch herausfordernd, aber daran hat man sich mittlerweile gewöhnt.
Dabei habe ich gelernt, dass viele Dinge, wie eben immer verfügbares fließendes Wasser, natürlich schön sind, aber es auch kein Problem ist auf so etwas zu verzichten.
Weiterhin hab ich auch gelernt geduldiger und entspannter zu sein.
Gewisse Dinge, wie die viel größere Sichtbarkeit von Ratten ist eine Sache, die zwar weniger schlimm geworden ist, an die ich mich aber sehr wahrscheinlich nicht mehr gewöhnen werde.
Viele Lektionen habe ich direkt am Anfang meiner Zeit hier gelernt.
Zum Beispiel, dass es in Kiribati zwei verschiedene Zeiten gibt I-Matang-time, also „Ausländer-Zeit“ und Kiribati-time also einheimische Zeit.
Viele Veranstaltungen wie zum Beispiel der Gottesdienst finden in I-Matang-time statt, fangen dann, wenn sie um 18Uhr starten sollen auch wirklich zu dieser Zeit an.
Wieder andere Veranstaltungen laufen nach der Kiribati-time also fangen dann an wenn sie anfangen, was manchmal dann auch wirklich einige Stunden dauern kann.
Tatsächlich bestand für uns die Herausforderung gar nicht in der Kiribati-time, weil uns dass im Vorfeld häufig erzählt wurde, sondern in der I-Matang time, weil wir dann ein paar Mal zu Veranstaltungen zu spät kamen, weil wir nicht lange warten wollten, obwohl die Veranstaltung eben schon lange begonnen hatte.
Vor allem in meiner Einsatzstelle, also an der weiterführenden Schule William Goward Memorial College, aber auch an anderen Orten habe ich gelernt, dass man, wenn Probleme der verschiedensten Arten auftauchen, nur um Hilfe fragen muss und sie dann auch bekommt, was daran liegt dass Kiribati ein Ort ist in dem die Menschen sehr gastfreundlich und so eben auch sehr hilfsbereit sind, was echt eine sehr schöne Lektion war.
Eine Eigenschaft die ich in Kiribati trainiere ist meine Geduld. Sehr häufig muss man auf die verschiedensten Dinge warten, sei es den Bus, den Beginn einer Veranstaltung, ein Paket aus Deutschland, und so weiter.
