Nigeria, Korea, Indonesien oder Ghana oder Deutschland: In Norddeutschland leben Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. So gibt es evangelisch-lutherische Gemeinden, aber auch katholische, orthodoxe, Frei- oder Pfingstkirchen, in denen Menschen sich versammeln und gemeinsam ihren Glauben leben.

Dass Christinnen und Christen mit Migrationshintergrund auch in Norddeutschland leben und Gemeinden gegründet haben, gibt es seit mehr als 400 Jahren: Zum Beispiel waren es damals die Kirchen der Waldenser oder Hugenotten.
Ihre Mitglieder bezeichnen ihre Gemeinden meist als „Internationale Gemeinde“. Auf dem Gebiet der Nordkirche sind Internationale Gemeinden beispielsweise in Hamburg, Rostock, Schwerin und Kiel beheimatet, aber sie bereichern das kirchliche Leben auch in ländlichen Räumen, wie zum Beispiel in Nordfriesland.

Internationale Gemeinden haben meist keine eigenen Kirchen, viele feiern ihre Gottesdienste in Büro- oder Lagergebäuden. Ihre Mitglieder sind dagegen häufig Mitglieder der Nordkirche und zahlen hier Kirchensteuern. Viele Internationale Gemeinden wünschen sich die Möglichkeit, in kirchlichen Räumen der Nordkirche Gottesdienste feiern zu können und einen Ort für ihre Gemeinschaft zu haben.
Die Kontakte und den Austausch mit Internationalen Gemeinden fördert und koordiniert der Referent für Internationale Gemeinden im Ökumenewerk der Nordkirche, Prince Ossai-Okeke.
Viele der Gemeinden sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg oder Schleswig-Holstein. Dort vertreten sie gemeinsam politische und gesellschaftliche Anliegen, engagieren sich für Integration und die Vielfalt des christlichen Glaubens.
Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg ist die Ökumenebeauftragte der Nordkirche, Pastorin Annette Reimers-Avenarius.
Mehr als 40 Internationale Gemeinden haben im Juni 2022 den „Internationalen Kirchenkonvent“ gegründet. Für die Nordkirche hat Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt die gemeinsame Urkunde unterzeichnet.

Dieses gemeinsame Netzwerk ist eine große Chance für die gegenseitige Anerkennung von unterschiedlichen Wurzeln, Frömmigkeiten und Formen des Gemeindelebens. Denn unsere Gesellschaft ist vielfältig, unterschiedliche Traditionen, Kulturen und Erfahrungen bereichern unsere Kirche. Der „Internationale Kirchenkonvent“ ist offen für weitere Mitglieder.
„Wir sind ein freies Netzwerk christlicher Gemeinden aus aller Welt, das im Geist der weltweiten Ökumene miteinander verbunden ist und zusammenarbeitet“, heißt es in der Gründungsurkunde.

Wer mit Pastorin Reimers-Avenarius oder Pastor Okeke Kontakt aufnehmen möchte:
Ökumenebeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Hamburg
Shanghaiallee 12-14
20457 Hamburg
Referent für Internationale Gemeinden
Shanghaiallee 12-14
20457 Hamburg
Assistenz der Ökumenebeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Hamburg
Shanghaiallee 12-14
20457 Hamburg