Hello! My name is Melody, and I arrived in Germany on February 22, 2026, to do a year of volunteering at a kindergarten in Uetersen.
From the moment I found out that I had been selected for the volunteer program, I had a lot of expectations about what my life here would be like.
On one hand, I had high expectations about public transportation. I had always wanted to travel by train.
I was also excited to change the intense summer of Paraguay for the cold winter of Germany.
But I also had fears and prejudices, mainly about the people.
I had always had the prejudice that people in Germany were quite cold and reserved. I was afraid of getting into a hard situation and not having anyone to help me, or simply not being able to connect with people and not being able to make friends.
When I left the airport, I was greeted by the cold I had been waiting for so long,and I also got on a train for the first time in my life, which was a great experience.
But that was also the moment when my first prejudice began to break. I was welcomed with such warmth, something very comforting and necessary for the emotional moment I was going through.
During my first week, I met many people and I was surprised by their calm and kind spirit.
Yes, at first they may seem serious. But sometimes a simple greeting is enough to realize that most people are receptive and willing to help.
Something that quickly caught my attention was the silence. For example, on public transportation no one speaks loudly, no one talks on the phone, and no one tries to fill the environment with unnecessary conversations.
At first it felt a little strange. In Paraguay, silence often feels uncomfortable. But I understood that here silence does not mean coldness. It means respect for other people’s space. And actually, many times I enjoy that calm and those necessary moments of silence. I still have a lot to learn about Germany. But for now im happy with everything I have already experienced.
Nach langem Hoffen und Bangen durften unsere Süd-Nord-Freiwilligen Neema Mercy and Ombeni Lance aus Tansania im April endlich in Hamburg landen. Nun beginnen sie ihren Freiwilligendienst beim Ökumenewerk der Nordkirche im Raum der Nordkirche. Wir sagen: Herzlich Willkommen in Hamburg!
Reise mit Hindernissen
Ihre Reise und Ankunft waren aufgrund der weltweiten Pandemie ziemlich anstrengend und beschwerlich. Da es in Tansania keine Maskenpflicht gibt, war bereits ihr Visatermin mit Maske in der deutschen Botschaft für sie ungewohnt und befremdlich. Die ganze Zeit hatten sie aber ein gemeinsames Ziel vor Augen: Ihren Freiwilligendienst. Neema und Ombeni mussten vor ihrer Einreise in Hamburg einen negativen PCR-Test vorweisen, um die Reise anzutreten. Das hieß im Umkehrschluss, dass sie sich nur im kleinen Kreis von ihren Freund*innen und ihrer Familie verabschieden konnten.
Als sie dann endlich in Hamburg gelandet waren, konnten sie die Stadt nur kurz während ihrer Bahnfahrt vom Flughafen bis zur Seemannsmission Altona ein wenig kennenlernen. Denn nun hieß es – gemäß der Einreisebestimmungen – zwei Wochen Quarantäne. Um das Ankommen für beide zu erleichtern und ihnen die Quarantänezeit etwas zu versüßen, hatte das Team vom Bereich Stipendien- und Freiwilligenprogramme für beide ein kleines Willkommenspaket vorbereitet.
Erste Herausforderung: Quarantäne
Nach ersten Gesprächen wurde sehr schnell klar, dass Ombeni und Neema das richtige Mindset für die Quarantäne haben. „Es ist wie ein Hotelaufenthalt. Nur dass man nicht rausgehen und keine anderen Menschen kennenlernen kann“, erzählt Neema. „Die Quarantäne dient nicht nur zu meinem Schutz, sondern ist notwendig, um meine Mitbürger*innen zu schützen. Und solange man sich dessen bewusst ist, fällt es einem nicht so schwer“, führt sie weiter fort.
Neema und Ombeni sind begeistert vom Essen in der Seemannsmission und der Aussicht. Von ihren Zimmern in Richtung Hafen können sie Elbluft schnuppern und das Treiben auf der Straße beobachten. Die Quarantäne fiel ihnen, bis auf die letzten zwei Tage, recht leicht: „Solange man sich bewusst ist, dass die Quarantäne begrenzt ist, man viel zu tun hat und optimistisch bleibt, vergeht die Zeit schnell“, sagt Ombeni. Beide können es kaum erwarten endlich rauszugehen und den Hafen zu erkunden. Sie wollen unbedingt eine kleine Hafenrundfahrt machen.
„Ich möchte Menschen helfen. Sie an die Hand nehmen“
Neema und Ombeni sehen den Freiwilligendienst als Chance an Neues zu lernen, um als Multiplikator*innen in ihrer Gemeinde zu fungieren und einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. „Ich möchte Menschen helfen. Sie an die Hand nehmen und sie bei ihren persönlichen Wünschen und Zielen unterstützen. Ich bin die helfende Hand in meiner Gemeinde, wenn Menschen nach einer Hand suchen“, so Ombeni. Neema möchte sich in ihrer Einsatzstelle mit ihren Fähigkeiten einbringen und neue Erfahrungen sammeln, um aus diesen zu lernen: „Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens, eine Freiwillige zu sein und einen Beitrag für meine Kirche und die Gesellschaft zu leisten.“
Ombeni und Neema wissen, dass ihr Freiwilligendienst anders sein wird in Zeiten einer Pandemie und andere Herausforderungen birgt. Aber durch ihren Optimismus sehen sie ihren Dienst als Abenteuer an und freuen sich schon sehr darauf, ihre Einsatzstelle und Kolleg*innen kennenzulernen. Wir hoffen, dass wir noch viel von ihnen hören werden.
Ein Interview von Katharina Davis, Afrikareferentin im Zentrum für Mission und Ökumene, mit Sarah Joram, Süd-Nord Freiwillige des Ökumenewerks der Nordkirche aus Dar Es Salaam, Tansania. Erschienen in dem akutellen Heft zum Sonntag Judika am 21. März 20021: „Auf dem Weg –Gerechtigkeit und Zukunft“
Sie absolvieren im Moment Ihren Freiwilligendienst in Deutschland. Was sind Ihre persönlichen Hoffnungen und Träume? Wo möchten Sie in zehn Jahren sein?
Sarah Joram: Ich bin sehr dankbar, dass ich als Freiwillige in Deutschland tätig sein kann, und habe viel über die Beziehung zwischen unseren Kirchen gelernt. Meine Perspektive hat sich erweitert, das Programm hat zu meinem Wachstum als Person beigetragen. Nach meiner Rückkehr nach Tansania will ich meine Fähigkeiten mit anderen teilen, um einen positiven Beitrag für meine Kirche zu leisten. Dies gilt insbesondere für die Beteiligung der Jugend an den Partnerschaftsaktivitäten. Ich hoffe, eine gute Bürgerin für meine Kommune und mein Land zu sein, mein Studium zu beenden und für die Gemeinschaft zu arbeiten. Außerdem möchte ich ein Leben führen, in dem ich für meine Familie sorgen und dem lebendigen Gott dienen kann. Mein Traum in fünf bis zehn Jahren ist es, meinem Land als Botschafterin zu dienen oder sonst diplomatische Arbeit zu leisten.
Was ist Ihre Hoffnung beziehungsweise Vision für Ihr Heimatland Tansania?
Wir bewegen uns in eine gute Richtung. Ich hoffe auf eine Form von Demokratie, in der alle Grundsätze so befolgt werden, wie sie gedacht sind. Die Menschen sollen ohne Einmischung ihre verfassungsgemäßen Rechte ausüben können. Und die wirtschaftliche Situation für jeden einzelnen Menschen soll sich verbessern. Die Jugend wünscht sich ein friedliches Tansania und eine gute Regierungsführung. Die Entwicklung soll vom Volk ausgehen und für das Volk sein – und die Gleichberechtigung wahren.
Sie sind in der Jugendorganisation Ihrer Heimatkirche, der Ost- und Küstendi.zese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), sehr aktiv. Was erhoffen Sie sich für die Zukunft Ihrer Kirche?
Ich hoffe, wir werden weiterhin das Wort Gottes an die Nationen weitergeben und sein Reich auf Erden errichten. Mein Traum ist auch, dass die Stimme der Jugend gehört wird, sodass junge Menschen ihre Vorhaben umsetzen und weiterhin in der Kirche sein können. Kirche soll ein guter Ort bleiben, an dem junge Menschen geistliche Nahrung erhalten und im Glauben wachsen und nicht von anderen Lehren wie dem Wohlstandsevangelium verführt werden. Die Kirche wird hoffentlich weiter die Talente junger Menschen fördern, aber auch Programme entwickeln, durch die Jugendliche etwas Neues sehen und interkulturelle Erfahrungen sammeln.
Was wollen die jungen Leute in der ELCT erreichen?
1. Sie wollen in den kirchlichen Gremien an der Basis, die strukturelle Entscheidungen treffen, vertreten sein. 2. Sie versuchen, mit der sich verändernden Welt fertigzuwerden. Oft sind sie dabei den Älteren in der Kirche voraus, weil sie den technologischen Fortschritt für sich nutzen. 3. Sie treten dafür ein, dass die Kirche Jugendprojekte priorisiert, damit sie für junge Leute attraktiv sind, und bemühen sich um eine Verbesserung der Programme wie Jugendlager oder Bibelcamps.
Die Welt steht vor vielen Herausforderungen: Klimawandel und Covid- 19-Pandemie, aber auch Armut, Hunger, Ungerechtigkeit und geschlechtsspezifische Gewalt. Was erhoffen Sie sich von dieser Welt in 20 oder 50 Jahren?
Einige Herausforderungen, wie die globale Erderwärmung, sind das Ergebnis unseres Verhaltens. Daher sind globale, kollektive Maßnahmen genauso erforderlich wie persönliche Initiativen des Einzelnen. Die Welt soll ein besserer Ort für jeden Menschen und auch die anderen Lebewesen werden. Ein Ort, an dem alle Menschen gleich behandelt werden und keine Kluft zwischen den sozialen Schichten besteht; an dem Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Fairness gegenüber allen Menschen herrschen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft.
Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung benannt. Welches Ziel ist Ihnen am wichtigsten?
Nr. 8, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. Denn viele Jugendliche sind in schlechten Arbeitsverhältnissen beschäftigt, die weder ihre Zukunft noch ihre Gesundheit sichern. Wenn wir dieses 8. Ziel erreichen, wird dies den jungen Menschen in den Ländern des globalen Südens und auf der ganzen Welt eine bessere Zukunft bringen.
Was ermutigt Sie? Und was ist Ihr Lieblings-Bibelvers, wenn Sie an Ihre Zukunft denken?
Esra 10,4: „So steh nun auf! Denn an dir ist‘s zu handeln, und wir wollen mit dir sein. Sei getrost und tu es!“ Mich ermutigt die Aussage „Wir wollen mit dir sein“. Ich weiß, ich bin nicht allein, Gott selbst und seine Engel sind immer für mich da. Das gibt mir Hoffnung, ich bekomme Energie, für eine bessere Zukunft zu arbeiten. „So steh nun auf! Denn an dir ist‘s zu handeln“: Das bedeutet, wenn ich nicht da bin, um es zu tun, dann ist da kein anderer, der es tun wird.
Sarah Samwel Joram Masterstudium Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung an der Open University of Tanzania, Süd-Nord-Freiwillige (Jahrgang 2020-21) des Zentrums für Mission und Ökumene in der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese „Für mich bedeutet Gerechtigkeit Gleichheit und Fairness für alle Menschen.“
Im Februar 2019 reisten mit Camila aus Uruguay, Mercedes und Iara aus Argentinien, Katannako und Teraoi aus Kiribati sowie Zitian aus China, sechs junge Menschen nach Hamburg. Diese sechs jungen Menschen wurden von unseren Partnerkirchen ausgewählt, um im Rahmen der Süd-Nord Komponente des Ökumenewerks der Nordkirche ihren Freiwilligendienst im Raum der Nordkirche anzutreten.
Ihre Aufgabenbereiche in ihren jeweiligen Einsatzstellen waren dabei so unterschiedlich wie ihre Herkunftsländer. Aber alle einte ein Gedanke: für ein Jahr das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich neuen Aufgaben im Leben zu stellen.
Die ersten Monate gestalteten sich für die Freiwilligen als herausfordernd. Ein neues Umfeld, eine neue Sprache und ein zum Teil sehr strukturierter Arbeitstag auf der einen, keine Freunde und Familie in unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite. So war es nicht verwunderlich, dass bei einigen Freiwilligen die anfängliche Euphorie ein wenig gebremst wurde. Doch trotz aller Herausforderungen gelang es allen Freiwilligen, im Laufe der Zeit in dem neuen Umfeld Fuß zu fassen. Bei einigen ging es schneller, andere benötigten hierfür etwas mehr Zeit. Aber das ist am Ende zweitrangig, denn alle stellten in ihrer Art eine unglaubliche Bereicherung für die jeweiligen Einsatzstellen und die Menschen dar, welche mit ihnen arbeiteten.
So war es auch bei Camila aus Montevideo der Fall, welche ihren Freiwilligendienst in einem Kindergarten in Molfsee und in der ökumenischen Arbeitsstelle Altholstein leistete. Zu lesen unter: https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/freiwillige-aus-uruguay-molfsee-ist-viel-ruhiger-als-montevideo/
Aber nicht nur im Arbeitskontext konnten die sechs Freiwilligen wichtige Erfahrungen sammeln. So lernte Zitian aus China von seinem Mitbewohner handwerkliche Fertigkeiten für den alltäglichen Gebrauch. Mercedes aus Argentinien trat dem örtlichen Fußballverein bei und übernahm von da an das Kommando auf dem Platz. Trotz Schwierigkeiten bei der Kommunikation wurde sie von ihren Mannschaftskameradinnen ausnahmslos respektiert.
Wie bei jedem Jahrgang verging auch bei diesem das eine Jahr wie im Flug. Als im Januar dieses Jahres das Auswertungsseminar in der Jugendherberge in Lauenburg anstand, wurde allen langsam bewusst, dass der Abschied immer näher rückte. Während der fünf Seminartage im Januar standen die Erlebnisse der Freiwilligen aus dem zurückliegenden Freiwilligenjahr im Mittelpunkt. Das letzte Zusammenkommen unserer sechs Süd-Nord Freiwilligen und denen des Partnerwerks ELM aus Hermannsburg sowie die damit verbundene Vorstellung des baldigen Abschieds und des Zurücklassens neu geschlossener Bekanntschaften, war für viele der Freiwilligen ein sehr emotionales Erlebnis. Gemeinsam wurde viel gelacht, geweint, gesungen und getanzt.
Am Ende waren sich alle sechs Freiwilligen einig. Sie haben gemeinsam etwas ganz besonderes erlebt. Es war von allen Seiten eine große Dankbarkeit für Einsatzstellen, Gastfamilien, Mitbewohner*innen und andere Menschen zu spüren, welche sie auf ihrem Weg in Norddeutschland begleitet haben.
Auch wir vom ZMÖ möchten uns noch einmal bei allen sechs Freiwilligen von ganzem Herzen bedanken.
Hello, I’m Teraoi Momoe Kaam from Kiribati and I’m a volunteer for 2019-2020 in Germany. I work as a Bufdi in the international seaman’s club, DUCKDALBEN.
Its been six month which marks our half year volunteer programme in Germany and to be honest, I didn’t felt it, because I’m lost learning and trying to adapt to the way how German people work with time, which is the most serious thing that I found out.
August was the most important month for me during my stay in Germany. According to the fact, its my birth month, my workplace birth month, and also we all get another chance to meet and reflect our last six month in the seminar.
My workplace birthday was so amazing, that I was introduced to the whole guest, which some of them are from the government and churches, which takes me to cloud nine. I was so happy that moment, that they said, they are proud of my work and also to become one of the family.
Moreover, we have a seminar in Breklum, where we get a chance to reflect our half way journey. In addition, we also have a chance to see the north sea, and how it is so unique.
Therefore, this half year is still teaching me how to know who I am and what would I do in my future.
Am 19.2.2019 kam ich in Deutschland an, und traf mich mit den restlichen fünf Freiwilligen in Hamburg, danach gingen wir zusammen nach Hermannsburg, um an einem Seminar teilzunehmen, das dauerte 10 Tage. Während dem Seminar, habe ich viele Freiwilligere kennengelernt und die Ansicht der Globalisierung, so wie gemeinsamer Lebenssinn in Deutschland gelernt, z.B die Sortierung des Mülls. Diese praktischen Kenntnisse spielen eine wichtige Rolle in meinem Leben in Deutschland.
Seit März arbeite ich beim Rauhen Haus, eine 1833 gegründete Stiftung der Diakonie in Hamburg. Ich unterstütze dort Menschen mit Behinderung im Bereich Arbeit und Bildung. Meine Aufgaben sind täglich unterschiedlich. Ich unterstütze Klienten bei der Herstellung von kleineren Produkten wie Notizbücher und Kerzen. Ehrlich gesagt, fiel es mir am Anfang ein wenig schwer, mich an die Arbeit zu gewöhnen, wegen der Sprache und der Verschiedenheit der Kultur. Ich finde, dass die meisten Chinesen es vorziehen, auf die Anforderungen ihrer Chefs und Lehrer zu warten. Im Gegensatz dazu, unterstreichen die Deutschen den Enthusiasmus für die Arbeit. Das heißt, dass ich manchmal nicht weiß was ich tun soll. Zum Glück hatte ich einen Arbeitstermin am 23. Mai bei meinem Arbeitsplatz. Während des Arbeitstermins tauschten wir unsere Meinungen aus. Ich erklärte ihnen einige Arbeitsgewohnheiten der Chinesen, und sie schlugen mir vor, dass meine Aufgabe die Menschen mit Behinderungen anzuleiten sein soll, statt ihre Arbeit zu erledigen. Sie erinnerten mich freundlich daran, wenn ich Probleme bei der Arbeit hätte, diese anzusprechen. Wenn ich einen Klient begrüßte, antwortet er mir“ oh, du“. Obwohl er meinen Namen nicht sehr gut kannte, hat mein Gesicht sich in seinem Gedächtnis eingeprägt, was mich sehr glücklich machte.
Ich wohne in einer WG, und habe sechs Mitbewohner. Manchmal saßen wir auf dem Bett, um das Fußballspiel anzuschauen, und schrien “ St.Pauli vor“. Manchmal kochten wir zusammen für die Party. Am 30. März fand eine Party in unserer Wohnung statt, und knapp hundert Leute besuchten unsere WG. Das war sehr wunderbar, weil in China die sogenannte Party immer am Tisch in einem Restaurant ist.
Obwohl drei Monate in Deutschland eine kurze Zeit ist, habe ich neue Kultur erlebt, meine Geduld verbessert und ein Pasta Gericht gelernt. Ich bin stolz ein Teil davon zu sein.
A dos meses
y medio de estar viviendo en esta vorágine, quiero contarles algunas cosas
importantes que están sucediendo en mi vida.
Soy
voluntaria en un Jardín de Infantes, donde todos los días me reciben con mucho
amor. Trabajar con niños conlleva diariamente a pensar en nuevas ideas, a tener
predisposición para aprender, a estar hasta en los mínimos detalles, es
intentar equilibrar constantemente las emociones, permitir a tu niño interior
salir, sin dejar la postura de un adulto.
Estas son pequeñas y grandes cosas que cultivé
en el tiempo que llevo acá, todos los días me enfrento a nuevas preguntas y
diferentes respuestas, a cosas que quizás pasaba por alto antes.
Los
primeros días en mi trabajo, fueron un poco intensos ya que me estaba
acostumbrando a un nuevo idioma, personas y costumbres.
Sin dudarlo
ni un segundo, puedo decir que me dieron mucho afecto desde el primer momento,
los niños me demuestran cada día lo importante que es para ellos que los
escuches y los entiendas, lo esencial que es saber perdonar y seguir jugando,
la importancia de la paciencia y la empatía.
Por otro
lado las maestras, constantemente se ocupan de mi, de que entienda las
consignas, que aprenda cómo reaccionar ante diferentes problemáticas, me
enseñan secretos que ellas aprendieron con los años, están ahí todos los días
para hablar conmigo y reírnos mucho.
También
trabajo con las congregaciones de Holm y Wedel, en el grupo de Jóvenes, Kinder
Bibel Woche, desayuno intercultural, y en otras actividades a las que me
convoquen a participar.
Es muy
interesante, aunque la mayor parte de mi tiempo laboral este abocada al Jardín
de Infantes, es muy lindo poder asistir a diferentes encuentros y así aprender cada día más en otros ámbitos.
Ser
voluntario también es poder ver la realidad desde otra perspectiva, es una
retroalimentación constante, algo que solo otro voluntario puede entender.
En este
lapso de mi vida, me encontré con personas maravillosas, sentimientos encontrados,
olores nuevos, ciudades increíbles, historias para descubrir y sobre todo amor
para dar.
Note: This
text is written in Spanish, English and German. It is a way to show you the
ambivalence I am living in at the moment and to show the languages that
surround me.
Nota: Este
texto está escrito en español, inglés y alemán. Es una forma de mostrarte la
ambivalencia en la que estoy viviendo en este momento y mostrar los idiomas que
me rodean.
Anmerkung:
Dieser Text ist auf Spanisch, Englisch und Deutsch verfasst. Es ist eine
Möglichkeit die Ambivalenz zu zeigen, in der ich gerade lebe, und die Sprachen,
die mich umgeben.
Deutsch:
Man
könnte sagen, dass dieser Wahnsinn vor etwa einem Monat begann, als ich mit
Vorfreude und ein bisschen Angst in den Flieger nach Deutschland stieg und mich
für ein Jahr von meiner Heimat verabschiedete. Aber eigentlich begann das alles
schon viel früher, weil all die Vorbereitung für dieses wunderbare Jahr schon
viel eher begann.
Das
alles begann in der Mitte von 2018, als ich das letzte Jahr in der Schule
verbrachte, in die ich fast mein ganzes Leben gegangen war. Es war der Start
einer Menge von Veränderungen und Enden. Von allen Seiten bekam ich die
typischen Fragen “weißt du schon, was du studieren möchtest?” oder “an welcher
Universität willst du studieren?”. Weil ich auf die Frage keine Antwort wusste
suchte ich nach Alternativen. Ich wusste nicht genau was ich machen wollte,
aber dass ich etwas Neues machen wollte. Also suchte ich nach Alternativen und
fand die Option nach Deutschland zu gehen und dort als Freiwillige
mitzuarbeiten. Diese Idee passte perfekt in meinen Plan etwas Neues machen zu
wollen um die mir so bekannte Komfortzone zu verlassen. Aber so richtig passte
es doch nicht. Deutschland, fragte ich mich sofort, wie stelle ich mir das
eigentlich vor, wenn ich kein deutsch spreche und wie soll ich überhaupt nach
Deutschland kommen? Ein Jahr, in dem ich weit entfernt von meinen Freunden und meiner Familie
bin? Eine verrückte Idee, dachte ich, trotzdem bekam ich die Idee irgendwie
nicht mehr aus meinem Kopf. Nach der Schule im Ausland ehrenamtlich zu
arbeiten, neue Orte und Menschen kennenlernen und für ein Jahr soziale Arbeit
leisten. Das war, was mich motiviert hat und mich all die „negativen“ Gedanken
vergessen ließ.
In exaktem dem Moment entschied
ich, dass ich mich für einen Freiwilligendienst bewerben und damit den
ungewöhnlichen Weg wählen würde. Das war der Tag an dem alles begann. Eine der
Voraussetzungen, um einen Freiwilligendienst zu machen war durch einen Prozess
von mehreren Gesprächen durchzukommen, in denen viele Fragen gestellt wurden.
Einige dieser Fragen hatte ich für mich schon beantwortet andere dieser Fragen
bis heute nicht. Ich war sehr nervös und machte mir Sorgen, ob sie mich
akzeptieren würden oder ich doch meinen Plan B durchziehen müsste. Als ich
endlich die Zusage bekam war ich sehr glücklich meiner Familie und meinen
Freunden von meinen Plänen erzählen zu können und ihre Reaktion zu sehen. Die
Vorbereitungen begannen und mit Ihnen stiegen meine Erwartungen immer höher. Die
Tage vor der Abfahrt waren von Verabschiedungen und dem Satz „bis in einem
Jahr!“ geprägt. Bei dem
Vorbereitungsseminar in Baradero, Argentinien traf ich all die anderen
Freiwilligen, wir wurden zusammen vorbereitet, waren gemeinsam voller Vorfreude
und Angst. Stellten uns zusammen vor, wie alles werden würde.
Aber
der wirklich verrückte Teil begann erst am 18. Februar als ich zusammen mit
Mechi und Iara (den beiden anderen Freiwilligen) das Flugzeug ins Ungewisse
nahm, dieses Ungewisse, was gleichzeitig auch der Ort war, den wir so gerne
kennenlernen wollten. An dem Tag, an dem wir in Deutschland ankamen begann auch
sofort unser Einführungsseminar, bei dem wir sofort sehr viele neue Menschen
kennenlernten. Ich könnte einen ganzen Blogbeitrag nur über das
Einführungsseminar schreiben. Menschen aus aller Welt, die alle auf eine
einzigartige Weise ihr eigenes Land repräsentierten, waren versammelt. Egal was
wir taten, man konnte überall die Motivation spüren, die unter uns war, in
jeder Aktivität, in jedem Spiel, in jedem Lied. Das ganze Seminar war so eine
ansteckende positive Energie zu spüren. Wir hatten sogar beeindruckend gutes,
sonniges Wetter! Aber nach 10 Tagen der Koexistenz und des Lernens mussten wir
uns verabschieden und jeder zu unserem eigenen neuen Zuhause gehen. Es wirkte,
als hätte alles schon begonnen, aber der wahre Anfang war erst in dem Moment.
In diesem Moment begann die Realität, das Seminar war nur Vorbereitung auf
alles, was noch kommen würde.
In
meinem neuen Zuhause anzukommen war sehr schön, die Familie hat mich sehr
freundlich willkommen geheißen. Sie haben mich vom ersten Moment an integriert
und waren sehr freundlich zu mir. Ich habe großes Glück, dass meine Familie
Spanisch und Englisch spricht und ich somit hier keine Probleme in der
Kommunikation habe. Aber die Welt ist außerhalb unseres Hauses und am Anfang
ist es vielleicht schwer zu kommunizieren. Der erste Tag im Kindergarten war
ein bisschen verwirrend. Mir ist sofort aufgefallen, dass die Umgangsmethode im
deutschen Kindergarten sehr anders als in Uruguay ist. Zuerst wusste ich
deshalb nicht wie genau ich arbeiten sollte. Aber wie alles ist es eine Frage
von Beobachtung, Fragen stellen und Anpassung. Es ist ein Prozess, für den man
Zeit braucht, in dem man aber auch eine Menge lernt. Heute, wo ich mittlerweile
drei Wochen arbeite, fühle ich mich sehr viel wohler und am wichtigsten ist,
dass mir die Arbeit Spaß macht. Es ist schön zu merken, dass ich mit den
Kindern durch Spiele, Blicke und Lachen kommunizieren kann, obwohl ich ihre
Sprache nicht spreche.
Und was
kann ich über Deutschland sagen? Die Straßen der Stadt, die Ruhe in den
Dörfern, der Gesang der Vögel am Morgen, die Pünktlichkeit der Verkehrsmittel
und der fast tägliche Regen sind Dinge, die mich immer beeindrucken werden. Ich
weiß, dass ich noch viel lernen muss, aber über das, was ich schon gelernt habe,
freue ich mich sehr. Und jetzt, wo der Frühling angekommen ist und man überall
an den Straßen Blumen blühen sehen kann, wird jeder Tag noch schöner!
Español:
Se podría
decir que esta locura empezó hace un poco más de un mes, cuando emocionada y
con un poco de miedo me tomé un vuelo hacia Alemania diciéndole chau a mi país
por un año. Pero en verdad esta locura empezó mucho antes, porque toda la
preparación también es parte de este gran año.
Todo empezó
a mediados de 2018. Último año del colegio al que fui casi toda mi vida,
cambios y cierres de etapas. Ya empezaban a atormentarme las preguntas como ¿ya
sabes qué vas a estudiar el año que viene? o ¿a qué facultad piensas ir? que la
gente generalmente hace. Pero como yo aún no tenía respuestas a esas preguntas,
pensé en hacer algo diferente. No sabía bien qué, pero sentía que era el
momento de hacer algo nuevo. Fue allí cuando se me planteó la opción de hacer
un voluntariado en Alemania. Esa opción encajaba bien con la idea que yo tenía
de hacer algo distinto, de salir de la tan conocida zona de confort. Pero había
algo que todavía no cuadraba. ¿Alemania? Me pregunté inmediatamente. Si no sé
hablar alemán, ¿cómo voy a ir a Alemania? ¿Un año lejos de mi familia y amigos?
Es una locura, pensé. Pero la idea nunca se fue de mi cabeza. Hacer un
voluntariado en el exterior al terminar el colegio, conocer lugares y gente
nueva, experimentar trabajo social durante un año entero. Esas eran las cosas
que más me motivaban, y que me hacían olvidar de todo lo “negativo” que podría
tener.
Fue allí
cuando decidí anotarme y apostar por lo diferente. Ese día empezó todo.
Postularme, que me entrevisten, muchas preguntas que ya tenían respuestas pero
muchas otras que todavía no. Los nervios y la ansiedad de saber si me elegían o
no, los plan B por si no me elegían. La gran noticia, la felicidad de decir que
sí, contarlo a todos mis familiares y amigos, sus reacciones. Los preparativos,
trámites, expectativas. Los días previos, las despedidas y los “¡hasta dentro
de un año!”. El seminario de preparación en Baradero, conocer a todos los demás
voluntarios, prepararnos juntos, expectantes y ansiosos. Imaginarnos juntos
como sería todo.
Pero la gran y real locura comenzó ese 18 de febrero, cuando junto a Iara y Mechi nos tomamos ese avión a lo desconocido pero a su vez a lo que más ganas teníamos de conocer. Llegamos y ese mismo día comenzamos con el seminario de introducción, conociendo ya a mucha gente nueva el primer día. Podría escribir un blog entero sobre el seminario, porque fue increíble. Gente de todos lados del mundo, cada uno representando su país de manera única y especial. La motivación de todos se podía ver en cada actividad, en cada juego, en cada canción. Había una energía positiva todo el tiempo que se contagiaba. Hasta los días estaban soleados, ¡increíble! Pero después de diez días de convivencia y aprendizaje tuvimos que despedirnos y ahora sí, ir cada uno para su nuevo hogar. Parecía que ya había empezado todo, pero el verdadero comienzo era ahí. En ese momento comenzó la realidad, el seminario fue solamente una preparación para lo que venía.
Llegar a mi
nueva casa fue muy lindo, la familia me recibió de una manera muy simpática y
acogedora. Me integraron desde el momento uno y han sido siempre muy amables
conmigo. Tengo la suerte de que en mi nueva casa hablan en español y en inglés,
así que no tengo ningún problema para comunicarme aquí adentro. Pero el mundo
está fuera de la casa, y allí tal vez puede ser difícil comunicarse al
principio. El primer día en el Kindergarten fue un poco confuso. Noté en
seguida que el método de enseñanza en los Kindergartens acá y en Uruguay es muy
diferente, y eso al principio fue un poco difícil porque no sabía de qué manera
trabajar. Pero como todo, es cuestión de observar, preguntar y adaptarse. Es un
proceso que lleva tiempo, pero se aprende mucho. Hoy, que ya pasaron tres
semanas de trabajo, me siento mucho más cómoda y lo más importante es que puedo
disfrutar del trabajo. Es lindo darse cuenta que sin saber mucho el idioma, me
puedo comunicar muy bien con los niños a través de juegos, miradas o risas.
¿Y de Alemania qué puedo decir? Las calles de la ciudad, el silencio de los pueblos, el sonido de los pájaros por la mañana, la puntualidad del transporte y la lluvia de casi todos los días son cosas que creo que nunca van a dejar de sorprenderme. Sé que todavía tengo mucho por conocer pero por lo que he conocido, ya estoy encantada. Y ahora que llegó la primavera y se pueden ver las flores por la calle, ¡cada día será más lindo!
English:
You could
say that this madness began a little over a month ago, when excited and a
little scared I took a flight to Germany telling goodbye to my country for a
year. But this madness truly began much earlier, because all the preparation is
also part of this great year.
It all
started in mid-2018. It was the last year in the school that I went to almost
all my life, full of changes and closures of stages. People started asking me
the typical questions like “do you already know what you are going to study
next year?” or “to what university are you going?” that they usually do. But
since I still did not have answers to those questions, I thought about doing
something different. I was not sure what, but I felt it was time to do
something new. It was there when I was asked to volunteer in Germany. That
option fitted well with the idea that I had to do something different, to leave
the well-known comfort zone. But there was something that still did not fit.
Germany? I asked immediately. If I do not know how to speak German, how am I
going to go to Germany? A year away from my family and friends? It’s crazy, I
thought. But the idea never went away from my head. Volunteering abroad after
finishing school, getting to know new places and new people, experiencing
social work for a whole year. Those were the things that motivated me the most
and made me forget all the „negative“ things that could be part of
the experience.
It was
there when I decided to sign up for the volunteering and bet on what is
different. That was the day that everything began. Postulating, coming through
several interviews, many questions that already had answers but many others
that still have not. The nerves and the anxiety to know if they chose me or
not, the plan B in case they did not choose me. The great news, the happiness
of saying yes, telling all my family and friends, their reactions. The
preparations, the expectations. The days before, the farewells and the „up
to one year!“. At the preparation seminar in Baradero Argentina I met all
the other volunteers, they prepared us together, we were expectant and anxious.
Imagining together how everything would be.
But the great and real madness began on February 18, when along with Mechi and Iara we took that plane to the unknown but as well to what we most wanted to know. We arrived and that same day we started with the seminar of introduction, already getting to know many new people the first day. I could write a whole blog about the seminar, because it was amazing. There were people from all over the world, each one representing their country in a unique and special way. Everyone’s motivation could be seen in each activity, in each game, in each song. There was a positive energy all the time, it was so contagious. Even the days were sunny, it was incredible! But after ten days of coexistence and learning we had to say goodbye and now, yes, go each one to our new home. It seemed like everything had already started, but the real beginning was there. At that moment reality began, the seminar was only a preparation for what was really coming.
Arriving at
my new home was very nice, the family received me in a very friendly and
welcoming way. They integrated me from the first moment and have always been
very kind to me. I’m lucky that in my new home they speak in Spanish and
English, so I have no problem communicating in here. But the world is outside
the house, and maybe it can be difficult to communicate at the beginning. The
first day in Kindergarten was a bit confusing. I noticed right away that the
teaching method in Kindergartens here and in Uruguay is very different. At
first it was a bit difficult because I did not know how to work. But like
everything, it is a matter of observing, asking and adapting. It is a process
that takes time, but you learn a lot. Today, after three weeks of work, I feel
much more comfortable and the most important thing is that I can enjoy the
work. It is nice to realize that without knowing the language very much, I can
communicate very well with children through games, looks or laughter.
And what can I say about Germany? The streets of the city, the silence of the villages, the sound of the birds in the morning, the punctuality of the transport and the rain almost every day are things that will always amaze me. I’m aware that I still have a lot to learn but from what I have learned, I am already delighted. And now that spring has arrived and you can see the flowers on the street, every day will be even more beautiful!