Alles steht Kopf (oder doch nicht?)

Eine Reise durch sechs Monate Padilha

Ich lade dich ein: Komm mit mir auf meine Reise in einen kleinen Ort in Brasilien, der meine Welt auf den Kopf stellt – oder vielleicht gar nicht so sehr, wie ich anfangs dachte. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen.

Ein halbes Jahr ist es nun schon her, seitdem ich in einen neuen Abschnitt meines Lebens aufgebrochen bin. Und ich muss ehrlich sein: Als es dann wirklich losging, war ich ganz schön nervös. Meine Gefühle waren all over the place. Von großer Vorfreude, die ich fühlen durfte, bis hin zur Trauer über die Realisation, dass ich meine Familie ein ganzes Jahr nicht sehen würde – es war wirklich alles dabei. Gefühlschaos pur. Zum ersten Mal stand fast alles Kopf.

Doch schon im Flugzeug überwogen Spannung und Vorfreude vieles. Auch wenn das Navigieren durch die Flughäfen interessant war – vor allem in São Paulo war es gar nicht so einfach, das nächste Gate zu finden –, merkte man schnell, dass man mit Schulenglisch nicht weit kam und erstmals versuchen musste, sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Das funktionierte am Ende aber erstaunlich gut, denn schließlich saßen wir wirklich alle im richtigen Flieger.

Die erste Woche durfte ich dann mit genauso blutigen Anfänger*innen verbringen wie ich selbst. Das machte die Sache um einiges leichter, vor allem, weil es mir zeigte, dass auch die anderen zum ersten Mal in genau derselben Situation steckten und ebenfalls nicht auf alles vorbereitet waren – ganz anders, als ich es mir zuvor vorgestellt hatte.

Eine Sache, die mir in dieser Woche ebenfalls sehr deutlich vor Augen geführt wurde, war, dass es in Brasilien tatsächlich richtig kalt werden kann. Etwas, das einem beim Gedanken an Brasilien kaum in den Sinn kommt. Während in Deutschland zu dieser Zeit Hochsommer herrschte, liefen wir in unserer Unterkunft mit Wollpulli und Kuschelsocken herum. Natürlich hatten wir dabei auch unseren Spaß: Am Kamin sitzend tranken wir Tee, spielten Spiele und machten es uns gemütlich.

Es war, als hätte man die Jahreszeiten, so wie ich sie kannte, einmal komplett auf den Kopf gestellt. Also hieß es, sich erst einmal ein neues Bild von den Jahreszeiten zu machen und sich auf weitere kalte Tage vorzubereiten.

Nach unserer ersten Seminarwoche, in der wir wirklich viel lernen durften – unter anderem auch mehr Portugiesisch –, fühlte ich mich deutlich sicherer. Besonders Grammatik fiel mir nach dieser Zeit um einiges leichter, da Duolingo bis dahin keinen besonders guten Job in diesem Bereich gemacht hatte. Auch die Workshops und die vielen Gäste, die uns von ihren unterschiedlichen Tätigkeiten in Brasilien berichteten, machten das Seminar sehr interessant und ließen mich mit Gefühlen von Bewunderung und gewecktem Interesse zurück.

Die Woche ging zu Ende, und plötzlich hieß es wieder Abschied nehmen. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, die ich mit dieser Gruppe verbracht hatte, und umso schwerer fiel mir das Tschüss sagen. Tschüss zu Menschen, die man gerade erst richtig kennenlernen durfte, und Tschüss zu einem Alltag, der langsam begann, Routine zu werden.

Doch nun ging es los in das eigentliche Neue: der Ort, an dem ich ein ganzes Jahr verbringen würde. Wenn ich jetzt hier sitze und darüber nachdenke, wie sich alles abgespielt hat, kann ich mich doch noch recht gut erinnern.

Was ich noch ganz genau weiß, ist der Gedanke, den ich hatte, als wir das erste Mal mit dem Auto den Weg zu unserem Haus fuhren. Ich dachte, wie wunderschön die Natur um mich herum war, die das ganze Dorf wie ein schützender Mantel umgab. Ein Gefühl von Wohligkeit und Vertrautheit stieg in mir auf …

In den Wochen danach hieß es erst einmal ankommen – leichter gesagt als getan. Trotz der Tatsache, dass wir im Projekt, einem LAR (Heim) in Padilha, sehr herzlich aufgenommen wurden und auch unsere Kolleg*innen uns sofort willkommen hießen, fiel mir das Ganze anfangs nicht leicht. Zu Beginn unserer Zeit im LAR waren Tilo und ich dem Berçário zugeteilt, dem Haus, in dem die Kinder von null bis fünf Jahren schlafen und ihren Alltag verbringen. Ich fühlte mich damals leicht überfordert – nicht, weil ich nicht mit Babys umgehen konnte, sondern weil ich bei all den Fragen der Kinder oft nicht einmal die Hälfte verstand.

Doch das änderte sich langsam und stetig über die Wochen hinweg. Mittlerweile bin ich wirklich stolz darauf, wie sehr sich meine Portugiesischkenntnisse verbessert haben. Das verdanke ich vor allem meinen Kolleg*innen, die mich dabei unglaublich unterstützt haben.

Als ich nach einigen Wochen endlich sagen konnte: „Ich bin angekommen“, ging der Spaß erst richtig los.

Meine Welt, die bis dahin noch ziemlich auf dem Kopf gestanden hatte – durch Sprachbarrieren, neue Tagesabläufe, ein anderes Klima und einem Ort, der doch recht abgeschottet liegt –, begann sich langsam zu drehen. Und irgendwann, ob es die Tage waren, an denen mich die Kinder „Tia Romy“ nannten oder es zumindest versuchten (kleine Side-Info: In Brasilien wird das R oft wie ein H ausgesprochen, sodass ich häufig „Tia Homy“ genannt wurde – aber der Gedanke zählt), oder die gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern oder Kolleg*innen: Ab einem gewissen Punkt stellte sich ein echtes Gefühl von Angekommen sein und Heimat ein. Und das machte mich sehr glücklich.

Blumen von meinen Kids <3

Lass uns nun einen kleinen Sprung ein paar Monate weiter machen. In den Monaten danach hatte sich der Alltag perfekt eingependelt, und nach den verschiedensten Events, an denen ich bereits teilnehmen durfte – wie zum Beispiel den Gincanas (schaut euch dazu gern den Beitrag auf meiner Instagram-Seite an) –, hatte ich zu den Kindern im LAR eine viel engere Bindung aufgebaut.

Ich freute mich jeden Tag aufs Neue darauf, ins Projekt zu gehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Während der Schulzeit spielten wir oft Karten, malten oder machten – solange das Wetter es zuließ – Spaziergänge.

Langsam wurde es immer wärmer, und plötzlich war November. Das Ende des Frühlings begann.

Im November fand auch eines meiner absoluten Lieblingsereignisse statt, von dem ich dir gern erzählen möchte: das „Festa de Cultura“, das jedes Jahr im LAR veranstaltet wird. Zu diesem Anlass kommen an einem Abend viele Menschen ins LAR, um eine großartige Show zu sehen. Das Programm war breit gefächert: Gesangseinlagen, ein Auftritt einer großen Hip-Hop-Gruppe, Capoeira und viele weitere Talente – es war wirklich alles dabei.

Schon Wochen im Voraus probten die Kinder fleißig. Auch ich durfte Teil einer Performance sein. Gemeinsam mit einer Kollegin studierte ich mit einigen Kids den Cup-Song ein, den ich sogar noch aus meiner Grundschulzeit kannte.

Als es an diesem Abend endlich hieß „Bühne frei“, waren viele der Kinder sehr nervös. Doch alle meisterten ihren Auftritt mit Bravour und erhielten dafür einen absolut verdienten Applaus. Die fröhliche Stimmung, die gute Laune und vor allem das Gefühl von Gemeinschaft, das zeigte, wofür das LAR steht – nämlich Zusammenhalt und ein Zuhause –, haben mich tief berührt. Ich bin sehr dankbar, Teil dieses besonderen Abends gewesen zu sein.

Unser Auftritt

Kurz darauf begann der Dezember – und mit ihm der Sommer in Brasilien. Die Hitze überrollte mich förmlich, und das Gefühl, dringend Abkühlung zu brauchen, begleitete mich täglich. Wieder stand alles Kopf.

Die Kinder sahen das ähnlich. Da ihre Sommerferien begonnen hatten, drehte sich alles ums Rausgehen und Spielen. So verbrachten wir die meisten Tage des Dezembers am Fluss oder tanzten bei den immer wieder auftauchenden Sommergewittern im Regen.

Am meisten Kopfzerbrechen bereitete mir jedoch der Gedanke an Weihnachten bei fast 32 Grad. Trotz der vielen Weihnachtsdeko wollte anfangs keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen, und natürlich vermisste ich auch meine Familie. Doch meine Kolleg*innen, mit denen ich in den letzten Monaten viel Zeit verbracht hatte, zeigten mir schnell, dass diese Sorge unbegründet war. Weihnachtstraditionen wie Plätzchen backen und verzieren, den Weihnachtsbaum schmücken oder Wichteln gibt es auch hier – und so brachten sie mir den brasilianischen Weihnachtszauber näher.

Auch Heiligabend und den ersten Weihnachtsfeiertag verbrachten wir gemeinsam. An Heiligabend waren Tilo und ich bei der Familie eines Kollegen eingeladen. Seine Mutter hatte reichlich für uns gekocht, sogar kleine Geschenke vorbereitet und der Abend verging so schnell, dass man die Zeit völlig vergaß.

Der ertse Weihnachtsfeiertag startete genauso schön. Während wir morgens die Kinder im LAR besuchten, die uns stolz ihre neuen Geschenke zeigten, stand am Abend auch für uns Bescherung an. Wir tauschten unsere Wichtelgeschenke aus, spielten Spiele und sangen laut Weihnachtslieder – fast so, wie ich es von zu Hause kannte. Trotz der Wärme und der anderen Umgebung war es ein unvergessliches Weihnachten, für das ich sehr dankbar bin.

Nun sind wir im neuen Jahr angekommen. Viele Gefühle, Aufgaben und Herausforderungen durfte ich in den letzten sechs Monaten erleben.

Und auch wenn Padilha mir anfangs fremd erschien, sehe ich heute jeden Morgen die Schönheit und den Zauber dieses Ortes. Ich würde ihn sogar Heimat nennen. Und manchmal, wenn ich genau hinschaue, erkenne ich sogar Parallelen zu dem Ort, an dem ich zuvor gelebt habe.

Ich bin wirklich dankbar. Dankbar für all die Menschen, die ich auf dieser Reise kennenlernen durfte. Dankbar für die schönen und auch schweren Momente, die mich dorthin gebracht haben, wo ich heute stehe. Dankbar für meine Kolleg*innen – und inzwischen Freund*innen –, die mir gezeigt haben, die kleinen Dinge hier zu schätzen und zu lieben, und dankbar für all die Emotionen, die mich bis hierhin begleitet haben und es auch weiterhin tun werden.

Ich hoffe, dieser kleine Einblick in meine Reise hat dir gefallen und ich konnte dich ein wenig catchen. Beim nächsten Mal berichte ich davon, wie es ist, plötzlich eine neue Mitbewohnerin zu haben, wie unser Zwischenseminar ablief und was ich sonst noch alles erlebt habe.

Und falls du zwischendurch gerne Updates bekommen möchtest, folge mir doch gern auf meinem Instaacount:

romy_goesbrazil

Und bis dahin eine gute Zeit.

Viele Grüße aus Brasilien

Deine Romy

Weihnachten im Sommer – (M)Eine Perspektive auf die Festtage in Brasilien und weitere Ausschweifungen

Es ist Mitte Dezember, in den meisten Straßen sieht man sofort Dekoration und Lichterketten sobald man sich umsieht – und es sind 25 °C mit üppig Sonne.

Einsatzstelle Ação Encontro – Weihnachtsstimmung bei 30°C

Wir befinden uns in Brasilien, in dem Bundesstaat Rio Grande do Sul, um genauer zu sein. Südlich des Äquators läuft hier ein komplett anderer Rhythmus, und doch ist irgendwie alles ähnlicher, als man vielleicht denkt. In unserer Einsatzstelle Ação Encontro (https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://abefi.org.br/acao-encontro&ved=2ahUKEwiXtMbF3OOSAxVyKrkGHXEhAnEQFnoECEcQAQ&usg=AOvVaw0H-Rf15Diciz6sXoNPLIBt) haben meine Mitfreiwillige Ally B. und ich mit unseren Kollegen und den Kindern über die Vorweihnachtszeit fleißig gebastelt, gemalt, gesungen und gebacken.

Einsatzstelle Ação Encontro – Vorbereiten von rund 200 Küchlein!

Und obwohl das Weihnachtsfest hier eher heiß ausfällt, gehören Dinge wie Schneemänner und Schneeflocken mit zum Festtagsimage. Ich fand das erstmal etwas merkwürdig, vor allem weil ich zumindest von meinen Kolleginnen mitbekommen hatte, dass diese Dissonanz schon bewusst war. Des Weiteren haben die Weihnachtsfilme, die wir mit den Kindern ansahen, überwiegend in den USA oder Europa gespielt.Ob diese Eindrücke die Folge einer globaleren Welt oder die spezifischen Einflüsse der Kolonialgeschichte Brasiliens sind, darüber bin ich mir unschlüssig -es freut sich trotzdem jeder über die besinnlichen Feiertage.

Einsatzstelle Ação Encontro – Weihnachtsbasteln

Man muss sich stets daran erinnern, dass obwohl wir oft von Brasilien hören, wir von einem Land ca. 24 mal der Größe und ca. 3 mal der Bevölkerung von Deutschland sprechen. Irgendein grobes, klischeehaltiges Bild Brasiliens ist weiter entfernt von der Realität als Spongebob Schwammkopf von echter Meeresbiologie. Viel eher ist die Quintessenz Brasiliens die Diversität in Traditionen, Küchen, Stilen und Geschichten. So ist beispielsweise die Gaúcho Kultur im Süden des Landes stark verbreitet. Ursprünglich aus den Steppen Argentiniens kam die Lebensweise der Rindviehhalter über die Grenzen bis in die Weiten Südbrasiliens. Bis heute ist in dieser Region die Rindviehhaltung ein großes Geschäft. Die Gaúchos Brasiliens haben eine eigene Tracht die sie auch von anderen südamerikanischen Cowboys klar unterscheidet. In Rio Grande do Sul sind Werte wie Solidarität und Courage immer noch Aushängeschild der traditionellen Gaúchos, die man dementsprechend auch in den Systemen der Sozialassistenz, Jugendräten u.ä. als Helfer, Schlüsselfiguren oder Organisatoren auffindet.

Einsatzstelle Ação Encontro – Gemeinsames Abendessen im vollen Gange

Doch zurück zur Weihnacht – Auch hier lieben Kinder es, Papa Noel (den Weihnachtsmann) zu treffen, der ihnen Geschenke bringt. Deshalb war der Höhepunkt der Weihnachtsfeier in Ação Encontro die Bescherung, nachdem ein Buffet mit typischen Gerichten -mein persönlicher Favorit war der „Arroz à Grega“, Reis mit Rosinen und verschiedenen gewürfeltem Gemüse- das rund 200 Gäste, Kinder, Familien und Freunde verpflegte. Mit einem kleinen Feuerwerk kam der Abend dann zu einem Schluss. Das ganze Team der Einrichtung hat jeweils einen Panettone geschenkt bekommen, nachdem abgebaut und aufgeräumt war. Dieser traditionell italienische Kuchen kam mit Migranten in den 1940ern nach Brasilien und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Brasilien produziert jährlich die meisten Panettone weltweit!

Insgesamt, so glaube ich zumindest, ist es wichtig für einen ersten Eindruck Brasiliens zu verstehen, wie sehr verschiedene Teile des Landes von verschiedenen Wellen an Immigration geformt sind. Jedoch ist Brasilien wohl ein Paradebeispiel für einen kulturellen Schmelztiegel, wenn auch nicht ohne Aspekte und Geschichtsabschnitte, die man kritisch betrachten muss. So danke ich ihnen, werte Lesende, für ihre Aufmerksamkeit.

Abraços!(Umarmungen!)

-Andreas W.

(Frohe Weihnacht und ein friedliches Neues Jahr!)

Halbzeit und Ferien der Kinder in Padilha

Mittlerweile bin ich schon eine weile hier und es ist Halbzeit.

Was heißt das genau?

Wir sind jetzt seit Mitte Januar, nachdem wir die Zeit über den Jahreswechsel genutzt haben um uns jeweils mit anderen Freiwilligen zutreffen, was richtig cool war und spaß gemacht hat, drei Freiwillige in Padilha was das zusammenleben neu gestaltet und mehr raum zum spielen und Sachen zusammen machen lässt.

So kann ein Teil des Weges zur Arbeit bei Regen aussehen.

 Was unsere Einsatzstelle betrifft gehen wir von uns Zuhause rüber in das Projekt was nicht länger als fünf Minuten dauert. Auf dem weg grüßen wir viele von den Nachbarn und den Menschen die einem so entgegenkommen, so auch auf dem Rückweg oder wenn man einfach so durch das Dorf geht. Viele sitzen am Wochenende und Nachmittags vor Ihrer Tür, ihrer gefliesten Auffahrt, was gleichzeitig Terrasse sein kann oder so, dass sie die Straße von drinnen mit offener Tür sehen können und trinken ihren Chimarrao/Mate und dann ist man auch schon in dem Projekt angekommen wo es dann einen Fußballsandplatz und die Unterschiedlichen Wohnhäuser für die 80 bis 90 Kinder gibt.

Dann sind jetzt, weil die Kinder von Mitte Dezember bis Mitte Februar Ferien haben, alle Kinder da, deshalb fahren manchmal einzelne Gruppen (Es gibt unterschiedliche Häuser, einmal die ganz Kleinen von Null bis Sechs, dann die Pequenos von 7 bis 12 und die Großen, die jeweils Mädchen und Jungs nochmal ein eigenes Haus haben, die sind von 13 bis 17) an die Lagoa oder an das Meer, was dann so anderthalb bis zwei stunden Fahrzeit bedeutet, wenn´s gut läuft. Dort angekommen wird dann der Tag verbracht mit Churrasco, was man als Grillen auf Spießen bezeichnen könnte und auch einfach das Salzwasser, den Strand und die Aussicht genossen, was auch nicht für alle Kinder sonst selbstverständlich wäre, die Möglichkeit zu haben. Sonst sind wir mit den Kindern viel hier im Dorf am Fluss hier wo es immer wieder stellen zum Schwimmen gibt, aber auch so, dass die Kinder die nicht schwimmen können trotzdem im Wasser Spaß haben können. Dabei ist der Badeplatz mit dem Seil zum reinschwingen und zum so springen natürlich am beliebtesten, auch für mich:). Was ich dort jetzt vor allem letztes mal gemerkt habe ist, wie schön das ist Kindern weiterzuhelfen und ihre Angst etwas neues zu machen überwinden zu können und dann eine Riesenfreude daran haben, z.B. sich immer wieder in das Wasser zu schwingen an dem Seil oder auch einfach was neues zu lernen, wie das Steine flippen.

Ich habe jetzt bei dem zurückkommen aus dem Urlaub sehr gemerkt, wie mir die Kinder aber ich den Kindern auch ans Herz gewachsen bin, als ich den Tag nachdem ich angekommen bin wieder in das Projekt gekommen bin sind mir direkt Kinder, auch die Großen, in die Arme gesprungen und haben sich riesig gefreut, dass ich wieder da bin (ich auch). Da bin ich dann, weil die da gerade beim loslaufen waren, mit ihnen zu dem anderen Grundstück mit Pool gegangen, dass zum Heim gehört und dort den Tag verbracht. Dort Kochen die Gruppen und Essen dann dort, wenn sie den tag dort verbringen.

Was vielleicht auch interessant zu wissen ist ist, warum die Kinder bei uns im Heim sind, gerade weil alle Projekte Soziale Projekte sind, dennoch sehr unterschiedlich. Die Kinder bei uns sind hier per Richterlichem Beschluss, wegen Missbrauchsfällen, Drogenmissbrauch und weil es Zuhause teilweise gar nicht funktioniert, in extremen Fällen wissen Eltern auch gar nicht wo ihr Kind oder ihre Kinder sind. Viele der Kinder sind übergangsweise da, damit sich die Eltern neu organisieren können und die Kinder dann nach und nach wieder zurück können (weshalb dann auch viele über weihnachten Zuhause waren aber auch immer zwischendurch mal welche weg sind), teilweise sind Kinder auch schon ziemlich lange da und wohnen dann ganz hier bis sie 18 sind. Es gibt vieles was man hier lernen muss auch wenn es einem am Anfang gar nicht wirklich auffällt, vielleicht weil man so mit der Sprache beschäftigt ist. Eine der dinge ist ist, dass man die Kinder schnell in sein Herz schließt und sie dann manchmal auf einmal nicht mehr im Heim sind und zurück dürfen, was natürlich für die Kinder im Normalfall richtig gut ist. (Viele Sachen die ich bisher gelernt habe kann ich gerade gar nicht wirklich benennen, da läuft glaube ich viel unterbewusst, was ich benennen kann ist die Geduld die bei mir für Kinder mehr geworden ist, gerade mit all den Kindern die alle ihre eigene nicht so schöne Geschichte mitbringen und verhaltensauffällig und viel Liebe aber auch regeln und Tagesabläufe brauchen. Alle Mitarbeiter werden direkt dann zu den Familienmitgliedern die sie bis auf Geschwister, die in dem selben Heim untergebracht werden müssen, dann in dem Moment nicht haben können,)

Mein Frewilligendienst in Brasilien soweit

Bom dia, Boa Tarde oder vielleicht auch schon Boa Noite?🇧🇷

Hi, Hello Ich bin Yosii Und lebe seit einigen Monaten für meinen Freiwilligendienst in São Paulo, Brasilien. Meine Einsatzstelle ist aktuell ein Kindergarten.

São Paulo. Eine Stadt, die laut ist, schnell, riesig und vorallem  voller Leben. Ich lebe inzwischen hier, mitten in dieser Metropole, und manchmal kann ich selbst kaum glauben, wie schnell das hier alles mein Alltag geworden ist.

Eigentlich bin ich auch mit der Vorstellung nach Brasilien gekommen, mal raus aus meiner gewohnten Großstadt zu sein. Und jetzt? Lebe ich in einer der größten Städte der Welt. Aber São Paulo ist nicht mit deutschen Großstädten zu vergleichen. Hier sind die Entfernungen andere, die Zeit fühlt sich anders an. Strecken, die auf der Karte kurz aussehen, dauern plötzlich Stunden. Innerhalb Brasiliens fliegt man mehrere Stunden von einer Stadt zur nächsten, obwohl alles irgendwie nah beieinander liegt. Das hat mein Gefühl für Raum und Alltag komplett verändert.

Was mich selbst am meisten überrascht hat: wie schnell ich hier wirklich angekommen bin. Auch sprachlich. Portugiesisch war am Anfang natürlich eine Herausforderung  aber inzwischen komme ich unfassbar gut mit den Brasilianer*innen ins Gespräch. Im Alltag, in der Einsatzstelle, im Bus oder im Café. Sprache ist hier wirklich der Schlüssel zu allem, und je mehr ich spreche, desto mehr öffnet sich diese Stadt für mich. 

Meine Einsatzstelle war bisher ein Kindergarten, und dieser Ort hat meinen Freiwilligendienst stark geprägt. Die Kinder sind so offen, liebevoll und ehrlich, dass man gar nicht anders kann, als jeden Tag mit einem Lächeln dort anzukommen. Ich konnte mich dort richtig etablieren, Verantwortung übernehmen und Teil ihres Alltags werden. Bald werde ich in ein neues Projekt wechseln, darauf bin ich sehr gespannt, vor allem was für Lehren ich da mitnehmen kann. 

Ein Thema, das sich hier ebenfalls verändert hat, ist der Sport. In Deutschland war Volleyball ein fester Bestandteil meines Lebens. Regelmäßiges Training, Verein, Halle  all das gehörte dazu. In meinem neuen temporären zuhause ist das leider schwieriger als gedacht. Die Größe der Stadt, lange Wege und höhere Kosten machen es nicht leicht, einen passenden Hallenvolleyball-Verein zu finden. So hat meine Hallenvolleyball-Karriere hier vorerst ihr Ende gefunden:(( . Dafür habe ich gewechselt vom Hallenboden an den Strand. Beachvolleyball statt Halle. Auch das ist Freiwilligendienst : Umwege, neue Lösungen, neue Perspektiven.

Was ich hier lerne, geht weit über nur meine Einsatzstelle hinaus. Flexibel zu sein. Pläne loszulassen. Sich auf Neues einzulassen  auch wenn es ganz anders kommt als gedacht. São Paulo fordert mich jeden Tag, aber genau das macht diese Erfahrung so intensiv und besonders.

Obrigada fürs Lesen – und bis zum nächsten Update aus Brasilien eure Yosi!  ✨

kurze freie Beschäftigung vor dem Mittagessen.
Unerwarteter Besuch von Papai Noel 🙂

Ahoi

„Bom dia! Hallo Zusammen, ich bin George aus Hannover, 20 Jahre alt und seit ca. 5 Monaten der erste Nordkirchen-Freiwillige in der Deutschen Seemannsmission Santos, Brasilien.

In unserer Einsatzstelle empfangen wir Seeleute aus aller Welt im größten Hafen von Südamerika. Wir: Das sind Kathrin, Felipi, Ester und ich. Zu unserer Arbeit gehört u.a. Seeleute im Hafen zu besuchen, ihnen zuzuhören, ihnen bei der Orientierung in einem fremden Land zu helfen und Fahrservice anzubieten. Zudem betreuen wir zusammen mit einer Partnerorganisation ein Seafarers Center und bieten auch Freizeit und Sportaktivitäten an.

Meine Highlights: das Besuchen eines Fußballspiels des FC Santos und das gemeinsame Basketballspielen. 🏀😄

Für die Fahrten in den Hafen, bin ich viel mit dem Auto unterwegs, komme aber auch regelmäßig mit dem Fahrrad, das mir netterweise zur Verfügung gestellt wird, oder mit den Öffis zur Arbeit, je nach dem, wo ich gebraucht werde.

Denn neben den Tätigkeiten im Hafen und im Seafarers Center bin ich auch ab und zu auf Veranstaltungen der Lutheranischen Kirche und der Partnerorganisation Maternizar, die sich um Adoptionen kümmert, dabei.

Dadurch ist mein Alltag meist sehr abwechslungsreich. Diese Abwechslung und der tolle Kontakt mit den Seeleuten, machen mir am meisten Spaß und machen die Einsatzstelle besonders. 😄

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ganz liebe Grüße aus Santos!

Der Beitrag ist für George Kennedy hochgeladen worden.

Blog Artikel 1; Meine Arbeit

Meine Arbeit

Hi, ich bin Johannes,
19 Jahre alt und jetzt schon 3 Monate in Brasilien. Hier absolviere ich in Curitiba bei dem Sozialprojekt Dorcas einen Freiwilligendienst. In meinem ersten Blog möchte ich euch über meine Tätigkeiten vorort erzählen.

Zuerst kurz zu meinem Projekt. Das Dorcas Projekt ist eine Initiative der lutherischen Gemeinde der Stadt. Das Projekt hat ihren Sitz in Bonfim, einem Außenviertel der Stadt. Ihr Hauptziel ist die Kinder und Jugendförderung. Dabei kann man die Einrichtung als eine Vormittags/Nachmittagsbetreung sehen. Dorcas bietet bei der Betreung künstlerische/musikalische sowie sportliche Programme an. Zudem wird unter Anderem auch Hausaufgabenbetreuung und  Lesehilfe angeboten.
Mein Aufgabenbereich ist dabei relativ vielfältig. Meistens wirke ich als Assistenzkraft. Ich unterstütze die Lehrer, in ihren unterschiedlichen Themenbereichen.
Zudem arbeite ich  als Küchenhilfe mit, helfe dem Hausmeister bei seinen Tätigkeiten, unterstütze beim Marketing, bringe mich als Übersetzungshilfe ein… und vieles mehr.

Einen typischen Tag gibt es für mich nicht wirklich.
Aber falls ich einen hätte würde er folgender Maßen Aussehen;
Arbeitsbeginn 7.45Uhr Morgenappell vorbereiten
8.30Uhr im Atelier mithelfen
9.30Uhr Chorunterricht
10.30Uhr Sportunterricht
11.30Uhr Mittagspause
12.15Uhr Küchenhilfe
13.30Uhr Sportunterricht
14.30Uhr Bastelklasse
15.30 Uhr Hausmeister beim sortieren des Vorratslager unterstützen
16.30 Uhr Arbeitsschluss

Wie sieht eigentlich euer Arbeitsalltag aus?
Schreibt es gerne in die Kommentare.
Bis zum nächsten mal,
euer Johannes

Der Winter ist da

Und schon wieder einmal sind schneller als man sich versieht zwei Monate um und damit diesmal die letzten beiden angebrochen.

Schon seit fast drei Monaten lebe ich jetzt hier in Porto Alegre und eine Sache, die mir zwar immer wieder gesagt, die ich aber nicht ernst genug genommen habe, ist, dass es unfassbar viel leichter ist, irgendwo anzukommen, wenn man die Sprache spricht.

Wenn ich mich an die ersten Monate zurückerinnere und wie schwierig die einfachsten Dinge für mich waren, weil ich nicht genug Sprachkenntnisse besaß muss ich mir eigentlich immer wieder selbst eine kleine Ohrfeige geben, dass ich nicht genug Portugiesisch gelernt habe, bevor ich nach Brasilien kam. Und das obwohl mir das alle in der Organisation und meine Vorfreiwilligen dringlichst geraten haben.

Jetzt in meinen beiden neuen Projekten ging die Eingewöhnung deutlich schneller, weil ich mich von Anfang an mit allen unterhalten konnte. Auch war es mir dadurch möglich, sofort Aufgaben zu übernehmen und eine richtige Unterstützung zu sein.

Seit ein paar Wochen leite ich in dem Projekt „Ação Encontro“ beispielsweise teils alleine einen Turnworkshop. Etwas dass ich in Padilha zwar auch schon immer gerne machen wollte, unter anderem wegen meiner schwachen Portugiesischkenntnisse aber nie anleiten konnte.

Zwar ist es auch immer noch wieder herausfordernd weil ich gerade Turnvokabular vorher eigentlich nie gebraucht und dadurch nicht gelernt habe aber es macht sehr viel Spaß, diese Begriffe, dann von den Kindern zu lernen und sie gleichzeitig von mir, wie man die Übungen ausführt.

Zusammen mit dem Professor für Zirkus, in dessen Workshopzeit ich freundlicherweise den Turnunterricht geben darf, wollen wir auch noch eine Choreografie zusammenstellen und den Eltern präsentieren, bevor ich zurück nach Deutschland gehe.

Erschreckenderweise sind es allerdings nur doch sechs Arbeitswochen für mich und in der letzten Zeit habe ich krankheitsbedingt leider auch viel gefehlt. Also heißt es jetzt ranhalten und gesund bleiben, wobei das bei den Temperaturen hier gar nicht so einfach ist.

Mit einem Mal war dann der Winter da und auch wenn die Temperaturen auf dem Thermometer immer noch nicht ganz an die Kälte eines deutschen Winters rankommen, sorgt die Luftfeuchtigkeit, die hier nie unter 70% sinkt dafür, dass es sich deutlich kälter anfühlt. Weiterhin ist die Außentemperatur die gleiche wie die Temperatur in den Gebäuden, denn nur die wenigsten haben Heizungen.

6 Grad

Bei allem unter zehn Grad läuft man also auch Zuhause immer mit Decken oder Winterjacke rum und schlafen tue ich mittlerweile unter stolzen fünf Decken.
Da in dem Saal von meiner Babygruppe in dem Kindergarten keine Schuhe getragen werden dürfen, habe ich mir dafür jetzt auch dicke Kuschelsocken besorgt.

In unserer Fünfer- WG ist es seitdem es so kalt ist zu einer kleinen Wäschekrise gekommen, da die Wäsche auch nach drei Tagen einfach nicht trocken wird aber wir versuchen uns mit unserem Heizstrahler zu helfen.

Abgesehen davon führt das graue und kalte Wetter bei mir aber absolut zu Weihnachtsstimmung. Eigentlich warte ich nur darauf endlich Weihnachtsfilme zu gucken, zu dekorieren und Adventskalender zu basteln. Dass hier momentan Mandarinenzeit ist, an jedem Stand Glühwein verkauft wird und es überall so schön danach duftet, hilft nicht gerade dabei, mir einzureden, dass es Juni und nicht ansatzweise Zeit für Weihnachten ist.

Meine Kolleginnen, die Weihnachten mit Sommer und Hitze und Party in Verbindung bringen lachen immer darüber, wenn ich in dicker Jacke in das graue Nieselregen- Wetter hinausgucke und sage wie toll es doch wäre, wenn jetzt Weihnachten wäre.

Hier wird im Juni stattdessen immer das „Festa do São João“ gefeiert, was häufig aber auch einfach als Junifest bezeichnet wird, weil es keinen festen Tag dafür gibt und es den ganzen Monat über Feste gibt. In meinem Projekt wird deswegen am 25. Juni ein großes Fest mit vielen Spielen und ganz viel Popcorn und Punsch gemacht. Seit ein paar Wochen basteln wir dafür schon reichlich Dekorationen.

Dekorationen für das Junifest

Gedanklich beginnt jetzt aber auch schon langsam die Vorbereitung für die Rückkehr nach Deutschland. Momentan geht es vor allem viel darum wie es dann weitergeht und speziell um die Bewerbungen für die Unis. Da wir in meiner WG alle den Plan haben, im Oktober ein Studium anzufangen, gehen wir uns beim Abendessen gerne gegenseitig auf die Nerven, indem irgendwer von Bewerbungen spricht und damit alle anderen in Stress geraten.

Immer häufiger wird nun auch schon übers Packen geredet und diskutiert, wie viele Pullover und Hosen man im Flugzeug wohl übereinander ziehen kann. Ob es tatsächlich die von meiner Mitbewohnerin gewetteten fünf sind, wird sich dann im August zeigen.

Gleichzeitig überlege ich auch die ganze Zeit, was ich für die Leute hier zum Abschied machen soll und was ich meiner Familie und meinen Freunden und auch mir selbst aus Brasilien noch alles mitnehmen möchte.

Als ich hier ankam waren es so viele neue Eindrücke und die Unterschiede zu Deutschland waren so klar aber jetzt hab ich wirklich Schwierigkeiten mit dem Finger auf die Dinge zu zeigen, die hier anders sind und ich in Deutschland nicht mehr haben werde.

Irgendwann war es einfach alles Alltag und normal. Ich bin sehr gespannt auf den Kulturschock, wenn ich wieder zurück bin. Es wird auf jeden Fall viel geben, was ich vermisse.

Spaziergang an der Orla
Museumsbesuch
Geburtstagfeiern in der WG

Ich versuche die letzten Wochen hier noch in vollen Zügen zu genießen und jedes Museum, jeden Spaziergang an der Orla, jeden Spieleabend mit meiner WG noch mitzunehmen und generell noch so viel zu erleben wie möglich. Denn sieben Wochen – diese Zeit wird so unfassbar schnell vorbei sein. Ich freue mich auf alles, was ich noch erleben darf.

Brasilien lehrt mich vieles

Obwohl ich keine genaue Vorstellung von dem Freiwilligendienst hatte, lief es doch alles anders als man erwartet hatte und natürlich bringt das seine Herausforderungen mit sich. Es hat auch seine schönen Seiten, da man viele Dinge auch nicht beeinflussen kann und man einfach offen sein muss, für das was kommt.

Eine Lektion, die ich gelernt habe ist, dass man nichts machen muss, nur weil es so geplant war. Das bezieht sich im genaueren auf meinen Einsatzstellenwechsel. Man kann versuchen, seine Situation mit etwas Eigeninitiative zu verbessern, letztlich kommt es aber auch auf das Umfeld an, ob sich etwas ändert. Wenn es nicht passt, dann passt es nicht, das ist okay. Man muss nichts erzwingen und muss für sich selbst erkennen, wann man einen anderen Weg einschlägt. Wäre es mir in meiner neuen Einsatzstelle nicht gut ergangen, beständ immer noch die Möglichkeit abzubrechen. Das was mich in der Entscheidungszeit verunsichert hat, war die Unsicherheit und ohne Entscheidung in der Luft zu hängen. Egal, wie man sich entscheidet, man hat immer, überall Personen, die einen unterstützen.

Dass der Wechsel eine Herausforderung an sich ist, ist auch klar. Durch die Umstellung der ganzen Situation war ich auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Meine Mitfreiwillige und ich verstehen uns sehr gut. Dies war aber nicht von Anfang an der Fall. Dadurch dass wir beide einen Einsatzstellenwechsel hinter uns hatten und die Zeit in Richtung Weihnachten ging, ging es uns beiden nicht optimal. Es fehlte an Energie und Zuversicht, miteinander in engeren Kontakt zu kommen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Nach mehr Eingewöhnung, unserem Urlaub, hat sich unser Verhältnis stark verbessert.

Aus der Tatsache das meine Mitfreiwillige und ich grundverschieden sind, ist es häufig so gewesen, dass ich gerne Dinge mit ihr unternommen hätte, die sie aber nicht interessierten. Allein loszugehen fand ich am Anfang etwas befremdlich, zumal die Stadt, in der ich zuvor war, aus gerade mal einer Hauptstraße bestand. Zu Beginn steht man etwas unter Spannung, wenn man allein in der Großstadt unterwegs ist, in der man sich nicht auskennt, aber das legt sich zunehmend mit der Zeit. Mir ist es schwer gefallen, etwas zu unternehmen, an Orten, an denen ich wusste, dass ich Hilfe benötigen würde. (Klettern, Academia) Jedoch habe ich mich letztlich getraut und es macht einen Stolz und unabhängiger. Es ist vielleicht auch etwas ungewohnt, bestimmte Aktivitäten alleine zu unternehmen, aber gerade wenn man es wirklich gerne möchte und niemanden kennt, mit dem man es gemeinsam machen könnte, lohnt es sich wirklich. Ich gehe hier  zum Tanzen und bereue es nicht, noch früher damit angefangen zu haben.

Tanzgruppe
Allein Frühstück im Cafe
Ostereianmalen bei einer netten alten Frau

Zu Beginn in Curitiba habe ich mich viel allein gefühlt, im Laufe der Zeit kamen dann einige Einladungen. Das war sehr schön und aufmerksam, teilweise konnte man jedoch schlecht abschätzen, wie ernst es tatsächlich gemeint war. Außerdem war es auch ungewohnt für mich, von deutlich älteren Menschen eingeladen zu werden. Dann habe ich gemerkt, dass es wirklich nett gemeint ist und sie ein ehrliches Interesse an einem haben, das Alter spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Auch da denke ich im Nachhinein, dass ich auf noch mehr Einladungen hätte eingehen können.

In Bezug auf meine Arbeit habe ich vieles mitnehmen können. Unter anderem, dass es ganz klar Geduld braucht, um sich an die Einsatzstelle, die Arbeit und Mitarbeiterinnen zu gewöhnen. Es ist deutlich ungenauer als in Deutschland, worin genau deine Aufgaben bestehen als Freiwillige und man muss manchmal auch darum bitten. Es gibt Zeiten, da ist viel auf einmal zu tun und andere, in denen man gar nichts zu tun hat. Generell etablieren sich aber mit der Zeit Aufgabenbereich in die man eingeplant wird. Wenn man sich mehr einbringen möchte, dann muss man häufig wiederholen, was man machen möchte und muss sich um Planung und vor allen Dingen der tatsächlichen Umsetzung mit sehr viel Engagement einsetzen.

Professorin und Mädchen bei einem Spiel auf dem Sportplatz

Die Arbeit ist fordernd und anstrengend, aber auch sehr erfüllend. Die Kinder lernen einen zu schätzen, sind viel an einem und Deutschland interessiert und möchten ihre Aufmerksamkeit. Man vergisst nie, wie es den Kindern teilweise zu Hause geht und merkt es auch vielfältig in ihrem Verhalten, jedoch unterschätzt man es trotzdem manchmal, bis man es bildlich vor Augen hat. Einem werden Privilegien, die man sowohl hier als auch besonders in Deutschland genießt, überdeutlich bewusst. Seitdem ich in Dorcas arbeite, werde ich deutlich seltener über “kleine Dinge” verärgert. Ich nehme meine Emotionen wahr, bin vielleicht genervt, aber damit hat es sich dann auch. Ich verstehe einfach viel mehr, dass es nicht Wert ist und eine eigentlich bedeutend geringe Bedeutung hat, gerade wenn ich mir die Schwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen vor Augen halte.

Die Kultur ist ganz anders als in Deutschland, inwiefern finde ich es immer ganz schwer in Worte zu fassen, weil die Summe an Erfahrungen, die ich gemacht habe, mir erst einen Eindruck von ihr gibt. Was ich jedoch spezifisch benennen kann, ist der Unterschied in der Kommunikation, wenn es um Kritik geht oder auch um die Frage, wie es einem geht. Die Frage: “Tudo bem?” ist mehr eine Floskel, als eine wirkliche Frage nach deinem Wohlbefinden. Das macht es etwas schwer, darüber zu reden, wie es einem wirklich geht, gerade wenn es einem nicht gut geht. Man ist mit der Kritik deutlich indirekter und vorsichtiger, als ich es gewohnt bin und muss es manchmal auch in einem Nebensatz herausfiltern.

Die Entwicklung der Sprache braucht wie vieles andere Zeit und Geduld. Es ist mit Sicherheit am Anfang nicht leicht, eine Konversation aufrechtzuerhalten. Nur mit dem Sprechen, inklusive  Fehlern und  Fettnäpfchen, kommt man mit der Entwicklung weiter.

Nochmal neu

Die letzten zwei Monate waren von vielen Veränderungen geprägt.

Wie ja schon lange geplant war, ist am 17. Februar meine Mitbewohnerin nach Deutschland zurückgekehrt. Da ich mich mit ihr sehr gut verstanden habe, war das sehr traurig für mich. Ziemlich genau zur gleichen Zeit erzählte mir dann auch mein anderer Mitbewohner, dass er vorhat, nach Deutschland zurückzufliegen, was bedeutete, dass ich bald als einzige Freiwillige alleine in Padilha wohnen würde.

Ich habe daraufhin lange mit mir gehadert und hin und her überlegt, mich letztendlich dann aber dazu entschieden, zu versuchen die Einsatzstelle zu wechseln.

Ich habe in den ganzen Monaten in Brasilien festgestellt, wie gerne ich in einer WG lebe und meine beiden Mitbewohner haben einen sehr großen Teil zu dem Zuhause beigetragen, das Padilha für mich geworden ist. Schon als meine Mitbewohnerin nach Hause geflogen ist, fühlte es sich nicht mehr ganz so nach Zuhause an und mir war klar, dass das alleine nur noch schlimmer werden würde. Also entschloss ich mich obwohl ich Padilha, das Kinderheim, die Kinder und alle Leute dort sehr lieben gelernt habe, dazu zu gehen.

Daraufhin folgte eine gefühlt endlose Phase des Wartens und Hoffen, dass ein Wechsel überhaupt möglich ist. Irgendwann stand dann fest: ich werde nach Porto Alegre ziehen und zwar in die WG mit den Freiwilligen, die wir auch viele Wochenenden schon besucht hatten. Meine Erleichterung war groß und obwohl der Abschied sehr schwer war, bin ich sehr dankbar, hier in Porto Alegre nochmal etwas Neues erleben zu dürfen. Und die 1,5 Millionen Einwohner Stadt ist doch schon ganz schön was anderes als das siebenhundert Einwohner Dorf Padilha. Da die beiden Orte aber nur zwei Stunden voneinander entfernt sind, kann ich zum Glück zu Besuch nach Padilha.

Mein neues Zimmer (hat nur leider keine Tür)

Auch ganz anders ist jetzt mein Alltag. Mit dem Umzug ging natürlich auch ein Einsatzstellenwechsel einher und ich habe jetzt sogar nicht nur eine neue Einsatzstelle, sondern zwei.

Um einen besseren Einblick zu verschaffen hier jetzt mal ein grober Ablauf meiner Woche:

Ich stehe morgens um 6:45 Uhr auf, mache mich fertig, gehe um ca. 7:35 Uhr aus dem Haus, laufe zehn Minuten zum Bahnhof, warte kurz und steige in den Zug. Mit dem fahre ich dann ca. eine Stunde in die Stadt Novo Hamburgo.

Sonnenaufgang aus dem Wohnzimmerfenster
Zugstation

Montags, Dienstags und Donnerstags laufe ich dann von der Station zehn Minuten zu meiner einen Einsatzstelle, dem Kindergarten „Escola de Educação Infantil da Paz“ (kurz EEIP). Um neun fange ich dort an und verbringe den Tag mit den Babys, die alle unter zwei Jahre alt sind. Die meiste Zeit bin ich dort mit zwei anderen Mitarbeiterinnen und helfe dabei, die Babys zu füttern, in den Schlaf zu singen oder die meiste Zeit auch einfach zu bespaßen.

Mittagsstunde im Kindergarten

Auch wenn es manchmal etwas eintönig ist, bin ich sehr froh, dort eine feste Aufgabe zu haben und mich gebraucht zu fühlen. Außerdem verstehe ich mich sehr gut mit meinen Kolleginnen und habe die Kinder schon sehr ins Herz geschlossen.

Mittwochs und Freitags werde ich vom Bahnhof entweder abgeholt oder muss mit dem Uber ein paar Minuten zu meinem anderen Projekt „Ação Encontro“ fahren. Ação Encontro ist ein Projekt für Kinder und Jugendliche im Alter von 7-17 Jahren aus der Region. Die Kinder haben immer entweder vormittags oder nachmittags Schule und sind die jeweils andere Zeit in dem Projekt – die Vormittagsgruppe kommt von acht bis ca. 11:40 Uhr und die Nachmittagsgruppe kommt von 12:40 – 16:40 Uhr. Dazwischen ist Mittagspause für alle Mitarbeiter.

Der Innenhof von „Ação Encontro“

In dem Projekt werden den Kindern jeden Tag drei verschiedene Workshops angeboten, die sie meistens auch alle im laufe des Tages einmal machen.

Mittwochs ist das Judo, Zirkus/ Theater und eine pädagogische Stunde.

Die beiden Male, die ich bis jetzt da war, habe ich in der pädagogischen Stunde mitgeholfen. Das erste Mal habe ich vor allem zugesehen und leicht unterstützt. Das zweite Mal hatte ich mit der Professora ausgemacht, dass ich die Zeit nutze, um ein bisschen Englischunterricht zu geben. Zu meiner Überraschung hieß „ein bisschen Englischunterricht geben“, dass ich den Workshop den ganzen Tag alleine geschmissen habe und den ganzen Tag verschiedenste Gruppen im unterschiedlichsten Alter vor mir sitzen hatte. Zwischendurch stand ich dann in diesem Klassenzimmer und hatte fünfzehn Kinder im Alter von sieben bis elf vor mir, die nachmittags um zwei nicht unbedingt mehr aufnahmebereit und sehr hibbelig waren. Ohne die Namen zu kennen und mit meinem zwar mittlerweile akzeptablem aber noch lange nicht perfektem Portugiesisch, war das eine ganz schöne Herausforderung.

Englischunterricht

Von der Unterforderung, die ich so manches Mal in Padilha verspürt habe, kann ich nichts mehr feststellen und auch wenn es sehr anstrengend ist, bin ich unfassbar dankbar für diese Erfahrungen.

Jeden Tag der Woche darf ich mich gegen 16:30 Uhr wieder auf den Heimweg machen und fahre mit dem Zug wieder nach Hause. Momentan vertreibe ich mir die Zugfahrt damit, das Hörbuch von „Der Herr der Ringe“ zu hören. Gegen sechs komme ich dann Zuhause an. Da ich nach der Arbeit immer ziemlich geschafft bin, sieht meine Freizeitgestaltung leider noch etwas karg aus, zumal es immer schon dunkel wird, wenn ich ankomme. Mittwochs gehe ich mit zwei meiner Mitbewohnerinnen immer zum Chor von der Kirche über der wir wohnen und habe sehr viel Spaß daran gefunden. Auch in Deutschland hatte ich immer im Chor gesungen und fast vergessen, wie viel Freude es mir macht.  

Dienstags hatten zwei weitere aus meiner WG und ich jetzt angefangen einen Portugiesischkurs zu machen, sind aber noch nicht ganz zufrieden mit dem Level. Da wir mittlerweile ganz gut im sprechen sind, geht es uns vor allem darum, die Grammatik zu lernen. Diese auf einem niedrigen Level zu lernen und trotzdem nicht von dem Sprechteil unterfordert zu sein, ist aber sehr schwierig.

Eigentlich will ich auch noch einen Tanzkurs anfangen, habe momentan aber leider noch keinen passenden gefunden und brauche noch etwas mehr Motivation nach der Arbeit.

Generell muss ich mich noch an die Eigenständigkeit gewöhnen, die ich jetzt brauche und die ich in Padilha prinzipbedingt nicht wirklich hatte.

Bei einer Wanderung mit anderen aus dem Hostel

Ein bisschen um mich selbst herauszufordern, bin ich über Ostern ganz spontan ganz alleine in den Urlaub gefahren. Donnerstag morgen hatte ich die Idee, Donnerstag Abend hatte ich die Tickets gekauft, Freitag morgen saß ich im Bus und Freitag Abend war ich im Hostel in Florianopolis. Meine anfängliche Besorgnis wurde schnell abgelöst, von ganz vielen Gesprächen mit tollen Menschen und der Freude am Meer. Ich bin super dankbar für diese Erfahrung und werde, wenn sich die Gelegenheit ergibt, bestimmt nochmal alleine in den Urlaub fahren.

Hier in Brasilien wird das allerdings wahrscheinlich nichts mehr, denn auch wenn ich es kaum glauben kann sind es nur noch dreieinhalb Monate, bis es wieder nach Deutschland zurück geht. Es fühlt sich mittlerweile gar nicht mehr so sehr nach einem Freiwilligendienst an, sondern einfach nach einem Leben hier. Wieder nach Deutschland zurückzukehren wird sehr schwer und komisch werden, auch wenn ich mich natürlich sehr freue, alle dort wiederzusehen.

Deswegen werde ich die Zeit hier noch so gut es geht nutzen und bin sehr gespannt, was ich noch alles erleben darf.

Wohlfühlorte

Aktuelle Entwicklungen und Freizeitgestaltung

Letztens wurde ich wie so oft gefragt, wie es mir in Brasilien gehe. Das ist sehr schwer zu beantworten und ich glaube bis zum Ende des Frewiwilligendienstes wird es darauf keine eindeutige Antwort geben. Es ist immer ein anhaltendes Gemisch aus unterschiedlichen Gefühlen, die mal mehr, mal weniger positiv sind. Die Zeit vergeht schneller, gleichzeit zieht es sich langsam dahin. Man ist in vielen Bereichen, wie der dem Projekt vollends angekommen, in anderen wiederum noch nicht ganz. Gerade was die Thematik Freunde und Freizeitgestaltung angeht, würde ich mir noch Verbesserung wünschen. Jedoch befindet sich auch dies auf dem Weg der Besserung und kommt ins Rollen. Ich lerne mehr Menschen kennen und habe mit einem Tanzkurs begonnen. Ich lasse mich auch auf Treffen mit Menschen mit großem Altersunterschied ein.

Die Idee Menschen vorzustellen, dir für mich und das Projekt eine wichtige Rolle spielen, gefiel mir eigentlich ursprünglich besser, jedoch habe ich leider keine Bilder von ihnen. Es erschein mir nicht richtig, sie ohne welche vorzustellen. Eines möchte ich dennoch über sie schreiben, sie sind ganz wunderbare, offene, herzliche und engagierte Menschen, die sich mit voller Kraft für Dorcas anstrengen.

Etwas schade ist, dass die Sonne ja schon um halb sieben untergeht und einem dann nicht allzu viel Zeit bleibt, um rauszugehen. Das dies genau wie andere Dinge zu einem Alltag gehören, die man teilweise akzeptieren muss, habe ich gelernt. Daher bin ich um so mehr froh, dass trotz dessen, dass die Arbeit sehr anstrengend und ermüdend ist, sie mir zunehmend mehr Freude bereitet.

Wahrscheinlich liegt es an der Tatsache, das wir mehr Aufgaben bekommen und ich zunehmend selbstbewusster gegenüber den Kinden auftrete. Manchmal fühlt man sich schlecht, weil man die Kinder streng behandelt hat, anderseits weiß man, dass genau dies nötig war. Man merkt auch bei einigen, dass ein Umdenken stattfindet.

Mittlerweile, so kann man sagen, gehört das Projekt selbst auch zu einer meiner Lieblingsorten. Wie zuvor bereits erwähnt, sind die Professoren, welche zugleich meine Arbeitskollegen sind, wirklich tolle Menschen. Sie haben eine unglaublich optimistisch, starke Ausstrahlung und bilden gemeinsam mit den Kindern das Herz des Projekts. Natürlich ist es auch so, dass die Kinder, die überaus interessiert an einem sind, und nach wie vor fragen, woher man komme, trotz allem sehr liebenswert sind und einem viel geben. Allein schon die ganzen Umarmungen die man bekommt, die Energie die sie haben und die Erkenntniss dass sie etwas lernen können, wenn sie dochmal konzentriert beim Englisch Unterricht mitmachen. Man sieht das in vielen ein Talent schlummert und ist durchaus manchmal über ihr können beeindruckt.

Lieblingsorte

Nach der Arbeit oder am Wochenende gehe ich gerne spazieren. Nur fünf Minuten von hier entfernt ist ein Rad beziehungsweise Fußweg, der an einem Bach entlang läuft und mehrere Parks passiert, bis er dann am Park São Lourenço endet. Sowohl der Weg selber, als auch der zuvor genannte Park sind Lieblingsorte von mir hier. Es ist einfach schön die Gedanken etwas frei zu bekommen und dabei dem Bach zu lauschen und dem regen treiben von Radfahrern, Fußgängern (Oftmals mit Hund) zuzuschauen. Ganz davon abgesehen ist der Weg einfach schön. Im São Lourenço gibt es zwar immer Mücken, aber dafür auch fast immer Capivaras zu sehen. Dort wird gejoggt, geskatet, Fußball gespielt, gepicknickt oder and den Sportgeräten trainiert. Es ist ein Rundweg, in derer Mitte sich ein See befindet. Tatsächlich ist der Park gar nicht so groß.

São Lourenço Capivara
São Lourenço Treppen

Vor dem Haupteingang links befindet sich außerdem auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein schönes Café in dem man sich nett hinsetzen, plaudern und Kaffe und Kuchen genissen kann. Im Sao Lourenco habe ich letztens mit ein paar Leuten UNO gespielt und dabei Musik gehört. Das war sehr nett und gut um sich besser kennen zu lernen. Vorallendingen die verschiedenen Regeln aus den verschieden Ländern (Norwegen, Deutschland, Brasilien) haben häufig zu verwirrten Gesichtern und Gelächter geführt.

In der Nähe von dem Park gibt es einen Açaí Laden. Ist von besonderer Wichtigkeit, weil ich dort beim Seminar das erste mal Acai gegessen habe und nach wie vor der Meinung bin, dass es dort auch am besten schmeckt. Außerdem gibt es auch einen großen etwas versteckteren Außenbereich. Man sammelt bei jedem Açaí kleine Capivara Sticker und bei einer bestimmten Anzahl von Capivara Stickern gibt es ein Açaí um sonst. (Açaí Becos)

Café in Pink

Auf dem Weg zum Supermarkt gibt es auch einen Ort, den ich echt ganz nett finde, eher gesagt süß, es ist ein kleines Café ganz in Pink. Dort gibt es alles glutenfrei, die Bedienung ist sehr freundlich und es ist vorallendingen sehr schön sich bei gutem Wetter rauszusetzen. Ich gehe dort nicht häufig hin, aber finde den Ort trotzdem erwähnenswert, weil er etwas ruhiger ist und zurückgezogen scheint.

Vor kurzem erst, habe ich nach einem Artztbesuch ein neues Viertel kennen gelernt und habe fast bedauerd, dass ich es nicht früher entdeckt habe. Dort gibt es eine Reihe an schöner, leicht schicken Restaurants, mit warmem Charme, außerdem Bars und Cafés. Dort war ich in einem Café, in dem auch Bücher verkauft wurden. Ich fand das Konzept total einladend und gemütlich. Die Bücher waren außerdem alle sehr ausgewählt und in einem Vintage Style. Außerdem war ich dort in einem asiatischem Restaurant, das mich sehr angesprochen hat, weil sie sehr farbenfroh war, eine angenehme Atmosphäre hatte und leckeres Essen

nettes Viertel (Bild neben dem Asiaten)
charmante Restaurants